{"id":10485,"date":"2018-09-17T07:20:40","date_gmt":"2018-09-17T06:20:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=10485"},"modified":"2018-09-17T07:21:10","modified_gmt":"2018-09-17T06:21:10","slug":"ratatouille-der-gedanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2018\/09\/ratatouille-der-gedanken\/","title":{"rendered":"Ratatouille der Gedanken"},"content":{"rendered":"<p>Silvia Strahm spricht mir aus der Seele wenn sie in ihrem <a href=\"https:\/\/www.feinschwarz.net\/ich-war-einmal-ein-denkender-mensch\/\">neuesten Beitrag auf feinschwarz.net<\/a> fragt, was bleibt denn vom Denken, Nachdenken, Hinterfragen in Zeiten der Meinungen, der Informations- und Wissensflut?<\/p>\n<blockquote><p>\nIch war einmal ein denkender Mensch, vor vielen Jahren. Ich hatte viel gelernt, \u00fcber alles M\u00f6gliche und \u00fcber viel Unm\u00f6gliches auch, habe Schul- und andere Weisheiten erworben, nachgedacht \u00fcber das Leben und die Welt im Allgemeinen und im Besonderen. Das war anstrengend, begl\u00fcckend, manchmal schwindelerregend, aber das Werkzeug hatte ich beisammen, alles war da, dem, was geschah, geschehen war und noch im Gang, ordnend beizukommen.<br \/>\nGeblieben davon ist das Hantieren. Mit den Werkzeugen. Die habe ich behalten. Immer wieder etwas geputzt und geschliffen, aber im Grossen Ganzen sind es noch dieselben.<br \/>\nGe\u00e4ndert hat sich trotzdem alles.<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>\nGeblieben davon ist das Hantieren. Was fr\u00fcher zumindest den Anschein chirurgischer Sorgfalt und Pr\u00e4zision in der Analyse mannigfaltiger Sachverhalte besass, ist zu einem hilflosen Herumfuchteln geworden. Eher dem Abwehren als dem Verstehen zugeneigt.<br \/>\nDie Instrumente sind zwar gesch\u00e4rft, aber der Gegenstand fl\u00fcchtig. Ein kurzes Hinschauen, ein Abtasten der Konturen und schon ist er wieder weg. Es wartet ja der n\u00e4chste und der \u00fcbern\u00e4chste und der \u00fcber\u00fcbern\u00e4chste einer un\u00fcbersichtlichen und nicht enden wollende Kolonne in Form von Ereignissen, Themen, Debatten, Theorien, Denkans\u00e4tzen. Und das Resultat? Hier ein paar Ansichten, da ein paar Meinungen, gemixt aus den einmal erworbenen Grunds\u00e4tzen und Welthaltungen und mannigfaltigen Zeitungsartikeln und Feuilletontexten. Sieht nicht gut aus, dieses Ratatouille der Gedanken, und sorgt weder f\u00fcr \u00dcbersicht noch f\u00fcr die S\u00e4ttigung des Bed\u00fcrfnisses nach Beruhigung in einer Welt, in die man blickt wie in einen Strudel, faszinierend zwar, aber vor allem unheimlich und be\u00e4ngstigend.\n<\/p><\/blockquote>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 01.05.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Silvia Strahm spricht mir aus der Seele wenn sie in ihrem neuesten Beitrag auf feinschwarz.net fragt, was bleibt denn vom Denken, Nachdenken, Hinterfragen in Zeiten der Meinungen, der Informations- und Wissensflut? Ich war einmal ein denkender Mensch, vor vielen Jahren. Ich hatte viel gelernt, \u00fcber alles M\u00f6gliche und \u00fcber viel Unm\u00f6gliches auch, habe Schul- und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2018\/09\/ratatouille-der-gedanken\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Ratatouille der Gedanken<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20,5,15],"tags":[],"class_list":["post-10485","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-note-worthy","category-philosophy-of-science","category-science-theology"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10485"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10487,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10485\/revisions\/10487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}