{"id":12471,"date":"2019-05-11T16:16:23","date_gmt":"2019-05-11T15:16:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=12471"},"modified":"2019-05-11T16:16:55","modified_gmt":"2019-05-11T15:16:55","slug":"kompromisse-schliessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2019\/05\/kompromisse-schliessen\/","title":{"rendered":"Kompromisse schliessen?"},"content":{"rendered":"<p>Aus einem alten <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/rezensionen\/sachbuch\/nicht-an-den-idealen-sondern-an-den-kompromissen-entscheidet-sich-die-politik-1957829.html\">FAZ<\/a>\u00a0Artikel<\/p>\n<blockquote><p>Manchmal erscheint ein Kompromiss als Ausdruck guten Willens, erh\u00e4lt oder erm\u00f6glicht Frieden und freundschaftliche Beziehungen. Dann wieder signalisiert ein Kompromiss \u00e4ngstliches Einknicken und fehlendes R\u00fcckgrat, Korrumpierbarkeit und mangelnde Prinzipientreue. Ist der Kompromiss per se also gut oder schlecht? Margalits Antwort hat selbst Kompromisscharakter: Es kommt darauf an. Kompromisse sind unentbehrlich f\u00fcr das soziale Leben. Wenn es aber faule sind, k\u00f6nnen sie f\u00fcr ein Gemeinwesen t\u00f6dlich sein. Was unterscheidet einen faulen Kompromiss von einem blo\u00df schlechten, schlampigen oder sch\u00e4bigen?<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei sieht Avishai Margalit in &#8220;On Compromise and Rotten Compromise&#8221; aber Grenzen<\/p>\n<blockquote><p>Wo Politik durch die \u00f6konomische Brille betrachtet wird, l\u00e4sst sich handeln und verhandeln. Um Absolutes aber feilscht man nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ansonsten geht es so aus wie bei der Challenger-Katastrophe, wo sich im Nachhinein herausstellte, dass Widerspruch in der NASA nicht gew\u00fcnscht war.<\/p>\n<blockquote><p>Am 23. Januar, f\u00fcnf Tage vor dem Challenger-Desaster, tauchte bei der Nasa ein nicht unterschriebenes Dokument des Marshall Space Flight Center auf, nach dem der Problemfall O-Ring abgeschlossen sei. Die Ringe verschwanden folglich aus dem Blickfeld und belasteten die Aufmerksamkeit der Raketentechniker vor dem &#8220;Challenger&#8221;-Start am 28. Januar 1986 nicht mehr.\u00a0&#8220;Es ist ein Fehler im gesamten System&#8221;, schlo\u00df [der] Vorsitzende [der \u00a0Untersuchungskommission] Bill Rogers, &#8220;wenn ein einziger Brief und ein einzelner Mensch ein Problem ausr\u00e4umen k\u00f6nnen, das \u00fcber Jahre f\u00fcr Besorgnis gesorgt hat.&#8221;\u00a0Huntsville-Bo\u00df Lucas hatte ein O-Ring-Problem ohnehin nicht gesehen. Obwohl ihm Ingenieure noch kurz vor dem &#8220;Challenger&#8221;-Start ihre Bedenken \u00fcber die Dichtungsringe der Startrakete mitgeteilt hatten, gab er an das Kennedy Space Center nichts weiter. Von-Braun-Sch\u00fcler Lucas ist keineswegs der einzige Schuldige. Die ger\u00fchmte Weltraumbeh\u00f6rde Nasa, so enth\u00fcllten die Recherchen der Rogers-Kommission, war teilweise ein schwach gef\u00fchrtes Unternehmen.<\/p><\/blockquote>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 05.04.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus einem alten FAZ\u00a0Artikel Manchmal erscheint ein Kompromiss als Ausdruck guten Willens, erh\u00e4lt oder erm\u00f6glicht Frieden und freundschaftliche Beziehungen. Dann wieder signalisiert ein Kompromiss \u00e4ngstliches Einknicken und fehlendes R\u00fcckgrat, Korrumpierbarkeit und mangelnde Prinzipientreue. Ist der Kompromiss per se also gut oder schlecht? Margalits Antwort hat selbst Kompromisscharakter: Es kommt darauf an. 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