{"id":12770,"date":"2019-06-23T14:59:05","date_gmt":"2019-06-23T13:59:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=12770"},"modified":"2021-05-06T14:37:06","modified_gmt":"2021-05-06T14:37:06","slug":"die-zerstoerung-des-autos-6000-tote-xxix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2019\/06\/die-zerstoerung-des-autos-6000-tote-xxix\/","title":{"rendered":"Die Zerst\u00f6rung des Autos (6000 Tote XXIX)"},"content":{"rendered":"<p>Faktensammlung auf sz.de, Auszug &#8220;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/autos-verkehr-deutschland-1.4490586\">Ihr seid eine Plage<\/a>&#8221; leider hinter Paywall, aber die Originalstudie (Link unten) ist frei verf\u00fcgbar<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<blockquote><p>Ein Berliner Projekt von Studierenden der Best-Sabel-Hochschule errechnete 2014, dass den Autos 19-mal so viel Fl\u00e4che im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenraum zur Verf\u00fcgung steht wie den Fahrr\u00e4dern. 58 Prozent zu drei Prozent. Diese Autos, die in Werbespots ja immer so dynamisch durch malerisch endlose Fjordlandschaften d\u00fcsen, stehen in Wahrheit mehr als 23 Stunden am Tag Sto\u00dfstange an Sto\u00dfstange im Stadtraum herum. In Berlin gibt es zehnmal so viel Fl\u00e4che f\u00fcr Parkm\u00f6glichkeiten wie f\u00fcr Spielpl\u00e4tze. Laut dem dortigen &#8220;Fl\u00e4chen- Gerechtigkeitsreport&#8221; sind 19 Prozent der \u00f6ffentlichen Verkehrsfl\u00e4che parkenden Autos vorbehalten &#8211; ein F\u00fcnftel der Stadt ist Parkplatz.<br \/>\nNun kostet ein Quadratmeter Bauland in Berlin im Schnitt 600 Euro. Ein Bewohnerparkausweis kostet aber nur 20,40 Euro. F\u00fcr zwei Jahre. &#8230; Wer darauf hinweist, dass diese Parkgeb\u00fchren doch absurd niedrig sind (in Amsterdam zahlt man 535 Euro f\u00fcr einen Jahresausweis in der Innenstadt, in Stockholm 827 Euro), der wird meist mit dem sozialen Argument ausgekontert: Parken m\u00fcsse sich jeder leisten k\u00f6nnen. Komischerweise scheint dieses Argument aber nicht so wichtig zu sein, wenn es um Preiserh\u00f6hungen im \u00d6PNV geht: Seit 2004 verlangt die Stadt M\u00fcnchen die immer gleichen Parkgeb\u00fchren pro Stunde (abgesehen von einigen Lizenzgebieten mit besonders hohem Parkdruck, in denen 2018 der Preis erh\u00f6ht wurde). Im selben Zeitraum sind die Kosten f\u00fcr Einzeltickets und Monatskarten des \u00d6PNV um 40 beziehungsweise 60 Prozent gestiegen. \u00c4hnlich ist es mit Regelverst\u00f6\u00dfen: In den Niederlanden kostet Falschparken zwischen 50 und 140 Euro, in der Schweiz rund 100 Euro, bei uns kommen Falschparker oft mit 10 bis 20 Euro davon. Schwarzfahren kostet meist das Sechsfache.<\/p>\n<p>Alle Zahlen in diesem Absatz stammen aus Untersuchungen der Berliner Mobilit\u00e4tsforscherin Uta Bauer vom Deutschen Institut f\u00fcr Urbanistik.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Original bei <a href=\"https:\/\/difu.de\/publikationen\/difu-berichte-32015\/difu-intern-abschied-und-neubeginn.html\">Uta Bauer<\/a>\u00a0in &#8220;<a href=\"https:\/\/www.agora-verkehrswende.de\/fileadmin\/Projekte\/2017\/Parkraummanagement\/Parkraummanagemet-lohnt-sich_Agora-Verkehrswende_web.pdf\">Parkraummanagement lohnt sich<\/a>&#8220;.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 11.04.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Faktensammlung auf sz.de, Auszug &#8220;Ihr seid eine Plage&#8221; leider hinter Paywall, aber die Originalstudie (Link unten) ist frei verf\u00fcgbar Ein Berliner Projekt von Studierenden der Best-Sabel-Hochschule errechnete 2014, dass den Autos 19-mal so viel Fl\u00e4che im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenraum zur Verf\u00fcgung steht wie den Fahrr\u00e4dern. 58 Prozent zu drei Prozent. 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