{"id":14191,"date":"2019-11-10T07:25:00","date_gmt":"2019-11-10T07:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=14191"},"modified":"2019-11-10T07:31:53","modified_gmt":"2019-11-10T07:31:53","slug":"nicht-reprasentatives-sampling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2019\/11\/nicht-reprasentatives-sampling\/","title":{"rendered":"Nicht repr\u00e4sentatives Sampling"},"content":{"rendered":"<p>Ob das Sinn macht? <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/2077-das-taugen-die-umfragen-von-civey-die-dir-gerade-uberall-im-internet-begegnen\">Krautreporter hat eine sehr positive Zusammenfassung<\/a> von neueren Internet basierten Umfragemethoden<\/p>\n<blockquote><p>Eine nicht zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Stichprobe wird aber immer die zweitbeste Option bleiben. \u201eWenn man eine repr\u00e4sentative, zuf\u00e4llige Stichprobe bekommen kann, wird jeder Wissenschaftler immer das nehmen\u201d, sagt Gschwend. Das ist aber in der Regel viel teurer. Deshalb m\u00fcsse man aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden die Nicht-zuf\u00e4llige-Stichprobe in der Wissenschaft vorantreiben und neue Verfahren mit Big Data weiterentwickeln.<br \/>\nBerechnet wird die Civey-Umfrage mit verschiedenen h\u00f6heren statistischen Methoden, die Bayesianische Statistik, Riversampling, Poststratifizerung und Raking hei\u00dfen, und die von deutschen Meinungsforschern noch recht selten verwendet werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es gibt nur leider kaum eine Alternative zu einer repr\u00e4sentativen oder einer totalen Befragung, auch bekannt als <em>garbage in, garbage out<\/em> Ph\u00e4nomen. Das bleibt so auch mit <em>big data hype<\/em> und Kalibration am Mikrozensus. Wenn Daten fehlen, dann fehlen sie. Einmal kann die Interpolation stimmen, aber beim entscheidenden n\u00e4chsten Mal stimmt sie dann doch nicht. Dazu werden solche Umfragen durch immer ausgefeiltere Bots bedroht.<\/p>\n<p>Civey und Opinary sind wohl mehr Marketing Methoden als Meinungsforschungsinstitute.<\/p>\n<p>Was steht in dem <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0169207014000879\">zitierten wissenschaftliche Artikel<\/a>?<\/p>\n<blockquote><p>After adjusting the Xbox responses via multilevel regression and poststratification, we obtain estimates which are in line with the forecasts from leading poll analysts.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Sample hier ist die Gamer Szene: 90% M\u00e4nner, 10% Frauen, bei denen Stimmungsschwankungen in 3 Tagesabst\u00e4nden gemessen wurden.\u00a0 Da Frauen bei der letzte Europawahl aber zu 24% Gr\u00fcne w\u00e4hlten, aber M\u00e4nner aber nur zu 18%, w\u00e4re der Forecast hier irrelevant, was heisst da schon ein Anstieg von plus 2% dieser M\u00e4nner?<br \/>\nUnd was ist mit Ereignissen kurz vor der Wahl, welche die Gamerszene nicht mitbekommen hat? Der Mobilisierung von Nichtw\u00e4hlern?<br \/>\nZudem ist das amerikanische Wahlsystem nur eingeschr\u00e4nkt als Modell zu gebrauchen; die tats\u00e4chlichen 332 Wahlm\u00e4nner wurde im \u00fcbrigen mit der Vorsage 303 Wahlm\u00e4nner deutlich verfehlt.<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 15.07.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob das Sinn macht? Krautreporter hat eine sehr positive Zusammenfassung von neueren Internet basierten Umfragemethoden Eine nicht zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Stichprobe wird aber immer die zweitbeste Option bleiben. \u201eWenn man eine repr\u00e4sentative, zuf\u00e4llige Stichprobe bekommen kann, wird jeder Wissenschaftler immer das nehmen\u201d, sagt Gschwend. Das ist aber in der Regel viel teurer. 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