{"id":14345,"date":"2019-11-21T09:52:21","date_gmt":"2019-11-21T09:52:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=14345"},"modified":"2019-12-25T16:11:54","modified_gmt":"2019-12-25T16:11:54","slug":"braucht-wissenschaft-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2019\/11\/braucht-wissenschaft-kommunikation\/","title":{"rendered":"Braucht Wissenschaft Kommunikation?"},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich muss Wissenschaft Ergebnisse kommunizieren, vor allem wenn Forschung staatlich gef\u00f6rdert ist. Schon immer wurden Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht oder auf Kongressen vorgetragen.<br \/>\nDie Frage ist lediglich, ob jeder alles verstehen kann? Ich bin da skeptisch. Auszug aus dem DHV Newsletter von gestern:<\/p>\n<blockquote><p>Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat angek\u00fcndigt, dass die Wissenschaftskommunikation einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert bei der Vergabe von Forschungsmitteln einnehmen soll. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2019\/47\/wissenschaft-kommunikation-wissenschaftler-dialog-forschung-demokratie\">In einem Gastbeitrag f\u00fcr die &#8220;Zeit&#8221; stellt Karliczek das Ziel eines Grundsatzpapiers ihres Ministeriums vor<\/a>, nach dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler &#8220;in ihren Projekten die Kommunikation von Anfang an mitdenken und Ressourcen daf\u00fcr einplanen&#8221; sollten. Es sei an der Zeit, &#8220;konkrete Anreize f\u00fcr mehr Kommunikation im Forschungsalltag zu geben&#8221;. Die Ministerin k\u00fcndigte an, dass es eine Plattform zur Evaluation der Wissenschaftskommunikation geben solle. Zudem werde sie eine Denkwerkstatt &#8220;#FactoryWisskomm&#8221; ins Leben rufen, die Selbstverpflichtungen der Wissenschaft erarbeiten solle. Wissenschaftskommunikation solle &#8220;endlich zur Chefsache in den Wissenschaftseinrichtungen&#8221; werden, so die Ministern weiter.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wen interessiert schon der Forschungsalltag? Wir brauchen valide Ergebnisse und zwar dringend in vielen Bereichen. Mit begrenzten Ressourcen w\u00e4re es sinnvoller, das Geld in Personal und Ausstattung zu stecken. PR Abteilungen gibt es gen\u00fcgend, was fehlt sind mehr Postgraduierten Studieng\u00e4nge zu Wissenschaftsjournalismus und damit Wissenschaftsredaktionen, die nicht auf jede PR und auf jede Stimmung hereinfallen, wie an dem ber\u00fchmten &#8220;6000 Tote&#8221;-Beispiel zu sehen war.<\/p>\n<p>Ansonsten sind wir auf dem besten Weg, dass bald 80% in den Overhead gehen, wenn wir auch noch die &#8220;Kommunikation von Anfang an mitdenken&#8221; sollen. Die EU macht es vor mit unz\u00e4hligen Auflagen zu Timesheets, A1 Formularen, Equality, Ethik, SMEs, GDPR, Communication, Progamm Management &#8230; Fakt ist doch, dass es viel zu viele prek\u00e4re Arbeitspl\u00e4tze in der Wissenschaft gibt.<\/p>\n<p>Es gab im \u00fcbrigen auch empirische Untersuchungen zu dem Thema vor mehr als 10 Jahren (<a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/8031832\/Science_society_ethics_and_trust_Scientists_reflections_on_the_commercialization_and_democratization_of_science?auto=download\">Small 2007<\/a>)<\/p>\n<blockquote><p>This study aims at exploring and explaining scientists\u2019 responses to calls for increased dialogue and engagement with the public on the social and ethical implications of scientific research. Findings are presented from interviews with scientists regarding their views on the democratization of sci- ence and on the impacts of the increasing commercialization of science. Scientists supported the democratization of science but were divided on the extent of the public\u2019s role.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Reaktion auf den Vorschlag f\u00e4llt somit auch vernichtend aus.<\/p>\n<blockquote><p>Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leserinnen und -Leser im November gefragt, ob sie es f\u00fcr eine gute Idee halten, dass Bundesministerin Karliczek Wissenschaftskommunikation zum Kriterium f\u00fcr Forschungsf\u00f6rderung erheben will. 98,5 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer antworteten mit Nein und 1,5 Prozent mit Ja.<\/p><\/blockquote>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 05.04.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich muss Wissenschaft Ergebnisse kommunizieren, vor allem wenn Forschung staatlich gef\u00f6rdert ist. Schon immer wurden Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht oder auf Kongressen vorgetragen. 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