{"id":7900,"date":"2015-11-25T11:42:25","date_gmt":"2015-11-25T10:42:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=7900"},"modified":"2015-11-25T11:42:25","modified_gmt":"2015-11-25T10:42:25","slug":"sprache-und-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2015\/11\/sprache-und-denken\/","title":{"rendered":"Sprache und Denken"},"content":{"rendered":"<p>Germanisten, Juristen und Theologen <a href=\"https:\/\/www.academics.de\/wissenschaft\/pejorative_konnotation_58277.html?wt_cc1=Artikel.Pejorative_Konnotation&amp;wt_zmc=nl.int.aca.jobnewsletter.2015-11-19.acade.textlink.selektion.x&amp;c=98763&amp;si=VyqVoadHjERJJL5vVI2al5yJTW9F0TiOfVkLwaeoWvNbog7fcCqfISVZmsKwbxU7dLss9JGDS2iiIGsl9kKKg&amp;utm_medium=nl&amp;utm_campaign=jobnewsletter&amp;utm_source=2015-11-19\">werden wohl zu den letzten H\u00fctern der deutschen Sprache<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; dass es an den Hochschulen immer st\u00e4rkere Neigungen gibt, Deutsch als Sprache zu verbannen. In nur noch wenigen F\u00e4chern publizieren Forscher in nennenswertem Umfang auf Deutsch. In den Naturwissenschaften wird in deutscher Sprache kaum noch etwas von Bedeutung ver\u00f6ffentlicht; die deutsche Fachterminologie verschwindet. Auch das Studium ist von der \u00dcbermacht des Englischen durchdrungen: Die Fachhochschulen nennen sich schon l\u00e4nger \u00bbUniversities of Applied Sciences\u00ab; das Zentralinstitut f\u00fcr Lehrerbildung der Humboldt Universit\u00e4t hei\u00dft \u00bbProfessional School of Education\u00ab. In manchen Exzellenzclustern wird auf Englisch kommuniziert, sobald auch nur ein Teilnehmer des Deutschen nicht m\u00e4chtig ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist aber nur scheinbar ein Fortschritt. In der Wirklichkeit gehen die Universit\u00e4ten gerade an ihren verballhornten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_der_Pidginsprachen\">Pidgin-Englisch<\/a> zu Grunde. Denn kaum einer der Gastwissenschaftler, denen zuliebe Englisch gesprochen wird, spricht selbst gut Englisch. Und was bleibt ist dann, wie es der Academics Artikel h\u00f6flich ausdr\u00fcckt, das Bologna Imponierdeutsch, oder nur\u00a0noch der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/dance-your-ph-d-tanzwettbewerb-tanz-deine-doktorarbeit-a-1064269.html#ref=rss\">pure Klamauk<\/a>.<\/p>\n<p>Es gibt eben kein sprachunabh\u00e4ngiges Denken. Die v\u00f6llig falsch verstandenen Internationalisierung wird zum Bumerang , ganz einfach, weil sich keiner mehr die M\u00fche macht, die richtigen Worte zu finden. Das findet auch Roland Kaehlbrandt<\/p>\n<blockquote><p>Letztlich verbirgt sich hinter diesen Erscheinungen des Wissenschaftsbetriebes eine Fehleinsch\u00e4tzung der Sprache. Sie wird als beliebig austauschbares Instrumentarium f\u00fcr sprachunabh\u00e4ngiges Denken angesehen. Das ist aber falsch. Unsere alten Hochsprachen sind feinste Werkzeuge des Ausdrucks, des Denkens und des Handelns, die wiederum unser Denken und Handeln stark beeinflussen.<\/p><\/blockquote>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 06.04.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Germanisten, Juristen und Theologen werden wohl zu den letzten H\u00fctern der deutschen Sprache. &#8230; dass es an den Hochschulen immer st\u00e4rkere Neigungen gibt, Deutsch als Sprache zu verbannen. In nur noch wenigen F\u00e4chern publizieren Forscher in nennenswertem Umfang auf Deutsch. 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