{"id":8399,"date":"2016-09-28T11:50:25","date_gmt":"2016-09-28T10:50:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wjst.de\/blog\/?p=8399"},"modified":"2016-09-28T12:27:35","modified_gmt":"2016-09-28T11:27:35","slug":"eine-kulturkritik-von-open-access","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2016\/09\/eine-kulturkritik-von-open-access\/","title":{"rendered":"Eine Kulturkritik von Open Access"},"content":{"rendered":"<p>http:\/\/geschichtedergegenwart.ch\/open_access-wie-der-akademische-kapitalismus-die-wissenschaften-veraendert\/<\/p>\n<p>Hagner zeigt einige Aspekte auf, wie Open Access unsere Wissenschaftslandschaft ver\u00e4ndert. Es ist ein interessanter Essay, leider redet der Autor viel \u00fcber die MINT-F\u00e4cher (Medizin, Infor\u00adma\u00adti\u00adons\u00adwis\u00adsen\u00adschaften, Natur\u00adwis\u00adsen\u00adschaften, Technik) ohne davon allzu viel zu verstehen. Die Grundaussage stimmt nat\u00fcrlich, dass es eine heterogene Spielwiese ist<\/p>\n<blockquote><p>Die Praxis von Open Access ist dominiert von einer Vielzahl unter\u00adschied\u00adlicher Akteure mit zum Teil gegen\u00adl\u00e4u\u00adfigen Inter\u00adessen. Dazu geh\u00f6ren Politiker, globale Verlags\u00adkon\u00adsortien, F\u00f6rder\u00ador\u00adga\u00adni\u00adsa\u00adtionen, Wissen\u00adschafts\u00adma\u00adnager, Biblio\u00adthekare, digitale Aktivisten, die Compu\u00adter\u00adin\u00addustrie und schlie\u00dflich auch dieje\u00adnigen, um die es eigentlich geht: Wissen\u00adschaftler \u2013 aber auch hier handelt es sich keineswegs um eine homogene Gruppe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei ist v\u00f6llig unklar, wohin die Entwicklung geht. \u00a0Ob die EU-Rahmenprogramme \u00a0im Wesent\u00adlichen &#8220;\u00fcber Bande gespielte Wirtschafts\u00adf\u00f6r\u00adderung&#8221; sind, ist relativ egal unwichtig in dem Zusammenhang. Es stimmt auch nur sehr begrenzt,\u00a0dass man in\u00a0\u00a0digitaler Zeitschriften\u00a0Artikel publi\u00adzieren kann, die man in &#8220;seri\u00f6\u00adsen&#8221; Journalen nicht unter\u00adbringen kann.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr fehlt der wichtigste Punkt, dass Open Access lediglich die Kosten vom Leser auf die Autoren abw\u00e4lzt. Die Verlag verdienen ungehindert weiter, statt an Elsevier gehen Steuergelder nun an\u00a0PLoS,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.plos.org\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Progress-Update_FINAL_hyperlinked-091813.pdf\">36 Millionen in 2014<\/a>. Und wenn Elsevier seine Strategie nur etwas modifiziert im Sinn von\u00a0\u201ewe continued to make good progress on our strategy to syste\u00adma\u00adti\u00adcally transform our business into a profes\u00adsional infor\u00admation solutions\u201c\u00a0dann haben wir ziemlich bald\u00a0das Facebook Ph\u00e4nomen auch in der Forschung: Keiner ist wirklich\u00a0\u00fcberzeugt, aber de facto frisst es unsere Zeit.<\/p>\n<p>Der Titel des Essays ist jedenfalls gut. Da k\u00f6nnte man viel \u00a0interessantes herausholen, zum Beispiel, dass Zeitschriften\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.nii.ac.jp\/sparc\/en\/publications\/newsletter\/14\/fa1.html\">keine &#8220;periodicals&#8221;<\/a> mehr sind\u00a0und\u00a0Wissenschaft zur\u00a0Dauerberieselung wird. Wenn der Zeitschriftenname nun keine Werbung f\u00fcr meinen Artikel mehr ist, muss ich nun selbst f\u00fcr jedes Paper eine Kampagne starten?<\/p>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"bottom-note\">\n  <span class=\"mod1\">CC-BY-NC Science Surf , accessed 08.04.2026<\/span>\n <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>http:\/\/geschichtedergegenwart.ch\/open_access-wie-der-akademische-kapitalismus-die-wissenschaften-veraendert\/ Hagner zeigt einige Aspekte auf, wie Open Access unsere Wissenschaftslandschaft ver\u00e4ndert. Es ist ein interessanter Essay, leider redet der Autor viel \u00fcber die MINT-F\u00e4cher (Medizin, Infor\u00adma\u00adti\u00adons\u00adwis\u00adsen\u00adschaften, Natur\u00adwis\u00adsen\u00adschaften, Technik) ohne davon allzu viel zu verstehen. Die Grundaussage stimmt nat\u00fcrlich, dass es eine heterogene Spielwiese ist Die Praxis von Open Access ist dominiert von einer Vielzahl &hellip; <a href=\"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/sciencesurf\/2016\/09\/eine-kulturkritik-von-open-access\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Eine Kulturkritik von Open Access<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-8399","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-computer-software"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8399"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8399\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8402,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8399\/revisions\/8402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wjst.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}