Das war es dann

Vier Jahre Vorlauf, ein Anhörungstermin der Enquete Kommission, und am Ende steht der Satz, der seit 2020 jede unbequeme Frage zuverlässig entsorgt: dazu brauche es mehr Forschung.

Wirksamkeit der NPIs bleibt offen, dafür ist die Zuständigkeit für das Offenbleiben jetzt sauber dokumentiert. Immerhin schreibt sich “Epidemologin” schneller als das Wort mit i; ihr Vorgänger hatte den Corona-Leugnern ohnehin schon den Hof gemacht. Man arbeitet also an der Anschlussfähigkeit.

Epidemologin Prof. Dr. Eva Annette Rehfuess von der Ludwig-Maximilians-Universität München wies jedoch am Beispiel des Maskentragens auf soziokulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Skandinavien hin…
Schutzmaßnahmen können auch Schaden anrichten. Rehfuess nannte es "nur bedingt sinnvoll", auf die Wirksamkeit einzelner Eindämmungsmaßnahmen zu sehen. Entscheidend sei immer ein Maßnahmenbündel. NPIs könnten schützen, sie könnten aber auch Schaden anrichten. Als Beispiel nannte sie die Schulschließungen, die bei vielen Kindern und Jugendlichen zu psychischen und sozialen, aber auch gesundheitlichen Schäden geführt haben. Insgesamt seien solche Nebenwirkungen während der Corona-Pandemie "zu wenig beforscht" worden, befand Rehfuess: "Da müssen wir in Zukunft früher ran."

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Natürlich ist es sinnvoll NPI einzeln und in Kombination zu untersuchen – da gab es genügend Forschung auch in Deutschland, die Wikipedia hat eine gute Übersicht. Ob man dabei Schweden wirklich folgen will, die selbst so lausig selbst abgeschlossen haben? Aber man kann sich ja aus den tausenden Einzelstudien selbst heraus suchen, an was man am liebsten glauben möchte.

Oder mehr Forschung fordern.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 03.08.2026