Ich habe nichts zu verbergen

Es ist gibt kaum keinen dümmeren Satz. Doch wer hat ihn wohl aufgebracht und warum?

“Wer nichts zu verbergen hat, scheut die Beobachtung nicht” stammt von dem Staatsrechtler Paul Johann Anselm von Feuerbach, Urheber des Strafgesetzbuch für das Königreich Bayern (München 1813). Hier ein Auschnitt aus seiner “Ueber die Gerichtsverfassung…

 

screen

 

Ds Ziel der Überwachung ist, Bürger zu haben, die nichts zu verbergen haben – und nicht etwa, die zu finden, die etwas zu verbergen haben. Durch den Konformitätsdruck kann jedes ungewünschte Verhalten unterbunden werden;  das passt dann auch perfekt zu den “ich verzichte gern auf die Freiheit”-Argumenten. Mehr dazu fndet sich auf Telepolis bereits vor 10 Jahren

Für den Fall, dass jemand  Argumente sucht, warum Privates privat bleiben sollte, hier sind 10 Gründe:  1. Einschränkung der Macht des Staates, 2. der Respekt vor dem Individuum, 3. das Ansehen einer Person nicht zu beschädigen, 4. die eigene Verantwortung für soziale Kontakte zu gewährleisten, 5. das Vertrauen in eine Person zu fördern, 6. die Selbstkontrolle zu achten,  dazu 7. die Freiheit der Rede, 8. von politischer Aktionen zu geben, 9. eine zweite Chance bei Versagen zu ermöglichen und nicht zuletzt, 10. keinen Grund zu liefern, sich rechtfertigen zu müssen.