Grundannahmen zu ReligiositÀt und SpiritualitÀt in Psychiatrie

Die neueren Empfehlungen zum Umgang mit ReligiositÀt und SpiritualitÀt in Psychiatrie und Psychotherapie (Utsch, et al.) haben die folgenden Grundannahmen

* ReligiositĂ€t und SpiritualitĂ€t werden als anthropologische Universalien angesehen. Sie gehören zum Menschsein und sind im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung zu wĂŒrdigen – unabhĂ€ngig von einem möglichen Einfluss auf Gesundheitsoutcomes oder auf die Effizienz therapeutischer Interventionen.
* ReligiositĂ€t und SpiritualitĂ€t sind sowohl beim Patienten als auch beim Behandler identitĂ€tsbildend. Dies wird in existenziellen Krisen und Grenzsituationen besonders deutlich, aber auch in Momenten der SinnerfĂŒlltheit und Lebensphasen existenzieller Indifferenz.
* ReligiositĂ€t und SpiritualitĂ€t sind als persönliches Sinnsystem und kulturbildende Einflussfaktoren in der Psychotherapie wahrzunehmen und zu wĂŒrdigen. Aufgrund der Berufsethik sind Psychiater und Psychotherapeuten verpflichtet, ihre Patienten zu achten, unabhĂ€ngig insbesondere von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, sozialer Stellung, NationalitĂ€t, ethnischer Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.

Das hört sich nun ganz anders an, als was man so alles zu dem Thema “Gotteswahn” finden kann.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026