Category Archives: Theology

All humans, and two ancestors?

Daily Mail reports a study in Human Evolution with comments at phys.org

A scientific study has prompted speculation that all modern humans could have descended from a solitary pair who lived 100,000 to 200,000 years ago.
Scientists surveyed the genetic ‘bar codes’ of five million animals – including humans – from 100,000 different species and the results have prompted speculation that we sprang from a single pair of adults after a catastrophic event almost wiped out the human race.
These bar codes, or snippets of DNA that reside outside the nuclei of living cells, suggest that it’s not just people who could have come from a single pair of beings, but nine out of every 10 animal species, too.

I have heard that before.

Der chinesische Menschenversuch

Der geplante Tabubruch – eine kommentierte Presse- und Literaturschau.

Wir haben es lange gefürchtet, es wird ein verrückter Einzeltäter sein, der als erster einen genmanipulierten Menschen produzieren wird. Nature berichtet heute mittag über eine Serie von Youtube Videos, die bereits gestern am 25.11. hochgeladen wurden.

He Jiankui, a genome-editing researcher from the Southern University of Science and Technology of China in Shenzhen, says that he implanted into a woman an embryo that had been edited to disable the genetic pathway that allows a cell to be infected with HIV … The scientist’s claims have not been verified through independent genome testing or published in a peer-reviewed journal. But, if true, the birth would represent a significant — and controversial — leap in the use of genome-editing. So far these tools have only be used in embryos for research, often to investigate the benefit of using them to eliminate disease-causing mutations from the human germline. But reports of off-target effects in some studies have raised significant safety concerns.

Die Literaturliste auf der Website von Jiankui He Continue reading Der chinesische Menschenversuch

Digitalisierung und Arbeitswelt

Vom 12. bis 13. November 2018 fand in der Dialogreihe „Innovation und Verantwortung“ eine gemeinsame Veranstaltung “Digitalisierung und Arbeitswelt” statt, die gemeinsam von TTN, acatech und evangelische Akademie Tutzing organisiert wurde.

Für TTN übernahm Stephan Schleissing, für die acatech Marc-Denis Weitze die Moderation.

Digitalisierung – Revolution oder Gestaltungsauftrag?
Prof. Dr. Klaus Kornwachs, Büro für Kultur und Technik, ehem. Lehrstuhl für Technikphilosophie, Brandenburgische Technische Universität Cottbus

Klaus Kornwachs

Mit Digitalisierung den kulturellen Wandel im Unternehmen gestalten.
Jan Pfeifer, Detecon International GmbH

Jan Pfeifer

Ironie der Digitalisierung: Weswegen Steuerungsphantasien zu kurz greifen.
Prof. Dr. Stefan Kühl, Professur für Organisationssoziologie, Universität Bielefeld und Finn- Rasmus Bull, Metaplan

Stefan Kühl

Digitalisierung, Bildung und die Arbeitswelt: Politische Herausforderungen im Gespräch mit Annette Karl, MdL

Annette Karl

Arbeit in der digitalen Transformation.
Prof. Dr.-Ing. Dieter Spath, Präsident acatech

Dieter Spath

Verantwortung in der digitalen Transformation.
Prof. Dr. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie (Ethik), Universität Erlangen- Nürnberg

Peter Dabrock

 

We depend too much on science and not enough on faith

Datasource: Social values, science and technology 2013 Special EU Barometer 401, p81. Figure (c) Science Surf 2018

 

Respondents remain divided on the issue of whether we depend too much on science and not enough on faith. Almost four in ten (39%) agree, while almost one third (32%) disagree that we depend too much on science and not enough on faith. A considerable proportion, 25%, is neutral on the issue.
There has been little change since the last wave, with agreement increasing by 1 percentage point, and disagreement down by 2 points. But there has been a big change since 1905

In der Tat, eher laufen die meisten Menschen von einem Arzt zum andern, eher versuchen sie es mit allen Mitteln, die ärztliche Wissenschaft und Aberglaube angeben, eher reisen sie von Bad zu Bad, als sie nur einmal mit rechtem Ernst und mit vollem Glauben an Gottes Allmacht und Güte betend an Gottes Thür anklopfen.

Anselm in Voigt, Religion in bioethischen Diskursen, de Gruyter 2010 p 69 refers to Ludwig Lemme, Christliche Ethik, Gr. Lichterfelde-Berlin 1905, p 681

Das jüdische Bioethik Paradox

Es ist ein interessantes Phänomenon.

Auf der einen Seite gibt es kein liberaleres Land für Stammzellforschung, genetische Tests, IVF und Abtreibung. Gleichzeitig aber wird assistierten Suizid und Sterbehilfe abgelehnt.

Die häufigste Erklärung dafür ist die jüdische Einstellung pro Wissenschaft. So etwa hat in Tikkun Olam die Verpflichtung auf eine bessere Welt eine lange Tradition. “Gentechnik” gab es schon 1800 v. Chr. in der Jakobsgeschichte. Das erklärt allerdings nicht die Ablehnung der Sterbehilfe.

Dmit kommen wir zur nächste Erklärung: Das Judentum ist pro-vita eingestellt, alles ist gut, was Leben schafft und bewahrt. Der Genesis Auftrag heisst “fruchtbar zu sein und sich zu mehren”. Allerdings spricht die Freigabe der Abtreibung (auf Entscheidung eines Komitees) dann doch gegen eine reine Vermehrungsstrategie..

Wie kann nur eine “konservative” Religion solche “progressive” Ansichten hervorbringen? Shai Navi bietet dafür zwei weitere Erklärungen.  Zum einen unterscheidet das Rabbinertum deutlich zwischen Mittel und Zweck. Mittel und Zweck lassen sich trennen, im Endeffekt kommt damit doch alles wieder auf die pro-vita Schiene.

Die letzte Erklärung dagegen scheint mir am überzeugendsten: Rabbiner folgen einer alten phänomenologischen Tradition und nicht einer modernen wissenschaftlichen Ontologie.

The Jewish position concerning the status of the fertilized egg is based on the Talmud which says that before the 40th day the fetus is “mayim be alma” no more than plain water
[…]
Several leading Orthodox rabbis have rejected the modern definition of brain death and have insisted on maintaining the traditional definition of the cessation of respiration and heart beat.

Wasser bleibt Wasser, auch wenn man mit dem Mikroskop darin Leben erkennen kann. Und ein Mensch, der atmet, ist nicht tot, selbst wenn sein EEG nur eine Nulllinie zeigt. Das ist in der Tat eine konsistent phänomenologische Argumentation.

Die Phänomenologie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts maßgeblich von Edmund Husserl geprägt. Und Husserl ist im Alter von 27 Jahren vom Judentum zum Protestantismus übergetreten…

Ratatouille der Gedanken

Silvia Strahm spricht mir aus der Seele wenn sie in ihrem neuesten Beitrag auf feinschwarz.net fragt, was bleibt denn vom Denken, Nachdenken, Hinterfragen in Zeiten der Meinungen, der Informations- und Wissensflut?

Ich war einmal ein denkender Mensch, vor vielen Jahren. Ich hatte viel gelernt, über alles Mögliche und über viel Unmögliches auch, habe Schul- und andere Weisheiten erworben, nachgedacht über das Leben und die Welt im Allgemeinen und im Besonderen. Das war anstrengend, beglückend, manchmal schwindelerregend, aber das Werkzeug hatte ich beisammen, alles war da, dem, was geschah, geschehen war und noch im Gang, ordnend beizukommen.
Geblieben davon ist das Hantieren. Mit den Werkzeugen. Die habe ich behalten. Immer wieder etwas geputzt und geschliffen, aber im Grossen Ganzen sind es noch dieselben.
Geändert hat sich trotzdem alles.

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Radical Theology

an interesting definition

Radical Theology is therefore the theology of those who recognize the hermeneutics and claims of western thought and yet speak out with the prophetic voice from the margins. Thus Radical Theology is too secular for theology, too theological for the secular, too theological forphilosophy and too philosophical for theology, too social science for the humanities and too humanities for the social sciences.

so all and nothing, when god is all in all