Fairness

Thomas Fischer hat einen weit ausholenden Essay im SPIEGEL zu Spitzenleistung im Sport und anderswo

So ähnlich geht’s im wahren Leben: Ein Installateur, der damit angibt, dass er einem dummen Bauherrn einen Fantasiepreis aufgeschwätzt hat, gilt als schlauer Bursche. Wer zu erzählen hat, dass er statt des abgerechneten teuren Materials minderwertige Fälschungen eingebaut hat, kann damit am Installateursstammtisch nicht punkten. “Schlitzohren” sind Vorbilder, Betrüger werden verachtet. Es geht um ein großes Wort: Fairness. Ihre Grenzen sind über weite Strecken durchaus fließend, lösen sich aber nie ganz auf.

Fischer hat mehr das Motto “mens cynicus in corpore crasssus” als das übliche “mens sana in corpora sano”, dennoch gilt: Mit der Replikationskrise in der Wissenschaft, kommt auch mir das Thema immer wieder hoch. Zu viele Paper werden mittlerweile veröffentlicht bei denen von  vornherein, und nicht nur den Autoren klar ist, dass sich das alles niemals reproduzieren lässt.