"Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist."
George Orwell, 1984.
Hier das Manifest Pro RealitÀt
Wir verstehen uns als liberale, progressive, weltoffene, linke und feministische Stimmen, die fĂŒr PluralitĂ€t und Toleranz einstehen. Alle Menschen mĂŒssen leben dĂŒrfen "nach dem Gesetz, nach dem sie angetreten". Gerade deswegen aber sehen wir mit Sorge, wie fatal die Debatte um Sex und Gender derzeit lĂ€uft. BestĂŒrzt mĂŒssen wir zur Kenntnis nehmen, dass falsche und zum Teil regelrecht aberwitzige Verdrehungen ("weiblicher Penis", "die Biologie ist lĂ€ngst weiter", "es gibt mehr als zwei Geschlechter") gerade denen in die HĂ€nde spielen, die unsere demokratische Vielfalt mit dumpfen Parolen bedrohen…
Der funktionale Begriff "Geschlecht" ist in der naturwissenschaftlichen Community unstrittig: Biologisch gibt es bei allen Arten, die sich ĂŒber das Verschmelzen ungleich groĂer Keimzellen vermehren (Anisogamie), nur zwei Arten von Keimzellen - und daraus abgeleitet zwei Geschlechter, die als mĂ€nnlich und weiblich bezeichnet werden…
Auf dieser biologischen Grundlage der Zweigeschlechtlichkeit gibt es kulturelle und soziale Erwartungen und Geschlechterrollen. Es ist ein Kennzeichen liberaler Gesellschaften und eine groĂe Errungenschaft der Emanzipationsbewegung des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts, dass Geschlechterrollen keinen zwingenden Charakter mehr haben und dem Individuum alle gesellschaftlichen Rollen unabhĂ€ngig vom Geschlecht offen stehen.
