Peggy und Böhnhardt – so wenig Wissen, so viel Palaver

Was passiert ist: Am Fundort der sterblichen Überreste von Peggy Knobloch in einem WaldstĂŒck wurde 15 Jahres spĂ€ter DNA gefunden, die mit dem Mikrosatelliten Muster Uwe Böhnhardts ĂŒbereinstimmt. Eine journalistische Sensation, die beiden bekanntesten KriminalfĂ€lle in Verbindung zu bringen! VerblĂŒffend wie schnell hier Kontamination ausgeschlossen wurde und das obwohl es dieselben Ermittler und dieselben Labore waren, welche mit der DNA gearbeitet haben?

Wie erst jetzt bekannt wurde, handelte es sich bei dem zustĂ€ndigen Chefermittler im Fall Peggy als auch beim Leiter der spĂ€teren “SoKo Bosporus” im Fall der NSU-Morde um ein und dieselbe Person: Den mittlerweile pensionierten Wolfgang Geier.

Die Ermittlungspanne im “Heilbronner Phantom” durch kontaminierten WattestĂ€bchen ist gerade mal 7 Jahre her. Das sollte auch ein emeritierte Rechtsmediziner im wohlverdienten Ruhestand wissen. Den Vogel aber abgeschossen hat die FAZ mit ausgefeilten Theorien von Böhnhardts Verbindung zu Kindermorden.

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Doch es geht noch dĂŒmmer, so der ZEIT Titel heute:

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Kontamination ist nicht schier unglaublich, sondern die naheliegendste ErklĂ€rung. Vielleicht hĂ€tte aber auch das forensische Labor mal etwas innovativeres machen mĂŒssen, als immer nur die ewig gleichen Panels zu fahren. Zum Beispiel Degradation untersuchen, ein bisschen weiter sequenzieren, miRNAs, Methylierungsmuster bestimmen, 17S RNA, etc., bevor man an die Presse geht?

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 10.08.2026