Vitamin D Vergiftung bei Weidetieren

Auch Kühe können erhöhte Vitamin D Werte haben, wenn sie Goldhafer fressen, der ab 500m im alpinen Raum auftritt.

Trisetum flavescens ist zwar kein bevorzugtes Futter und wird nur gefressen, wenn das Angebot von anderen Gräsern knapp ist, enthält aber Goldhafer Calcitriol, das aktive Vitamin D Hormon. (Ansonsten ist Vitamin D in der Nahrungskette nur als Ergocalciferol in sonnenbestrahlten Steinpilzen, Pfifferling, Spinat, einigen Kohlarten und Hefe (bis 3 µg/100 g) zu finden. Lebensmittel mit hohem Gehalt tierischen Ursprungs sind Hühnereier, fettreiche Fische wie Lachs, Forelle, Thunfisch).

Sensationell ist jedenfalls der direkte Hormongehalt des Hafers, den es sonst in keinem Lebensmittel gibt. Denn in der Milch der Kühe kommen natürlich erhöhte Vitamin D-Metabolite gemessen werden.  Das bayrische Landesamt für Umwelt 2007 weiss auch, wo besonders viel Goldhafer in Bayern zu finden ist – südlich des Chiemsees

Einziger Fundort [von Trisetum flavescens ssp. purpurascens (Goldhafer)] im Landkreis am Sagberg bei Frasdorf in Goldhaferwiesen bei 820 m, an den rotbraunen, kräftigen Fruchtständen und kräftigeren Blattspreiten gut kenntliche Unterart des Goldhafers, bisher nur bekannt und zahlreich nachgewiesen aus höheren Lagen der Allgäuer Alpen. Außerhalb davon nur noch drei Meldungen aus tieferen Lagen im Rahmen der ABK (außer diesem sonst nur noch Einzelnach- weise aus den Landkreisen Lindau und Garmisch-Partenkirchen).

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