Dementi

Früher hätte man es nicht mitbekommen, wenn man in irgendeiner Dissertation an irgendeiner Stelle falsch zitiert wird. Heute bekommt man es von Google Alert morgens geschickt. Der letzte Fall im März 2019 war

Nora Schumacher 2019
Aus der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Medizinischen Fakultät Charité –Universitätsmedizin Berlin
Direktor: Prof. Dr. med. Kamran Ghoreschi
Berichterstatterin: Prof. Dr. Margitta Worm
Da schreibt die Doktorandin

Leider ist das nun das genaue Gegenteil, von dem was ich immer gesagt habe. Who cares?

Gestern bekomme ich dann diese Dissertation

Julian Klingbeil – 2019
ORM-like protein (ORMDL) – Annäherung an die Funktion über die Interaktion
Aus der Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig–Maximilians–Universität München
Direktor: Prof. Dr. med. Dr. sci. nat. C. Klein Berichterstatterin: Prof. Dr. Ania Muntau

Abgesehen von dem etwas verschraubten Titel und der Tatsache, dass ich mich mit Protein-Protein Interaktion nicht auskenne, werde ich in der Arbeit sechs Mal zitiert. Und jedesmal falsch.


Ich habe nie einen Polymorphismus in ORMDL3 untersucht. Im Gegenteil, ORMDL3 ist wohl mehr zufällig getaggt worden. Dazu habe ich habe Zweifel an der Art und Weise, wie die Nature Arbeit zustande kam.


Die Aussage bezieht sich wohl auf mein früheres Lancet Editorial 2006 – nicht auf 2013 – während wir aber durchaus einen Zusammenhang zur Asthmatherapie gefunden haben.

Sorry, nein, die Populationen waren durchweg gut charakterisiert. Linkage und GWAS Studien hatten eher keine a priori Hypothesen, es war allein die Heterogenität, die in das Nirwana führte.

Leider falsch, Denham zeigt nur eine Region, kein Gen.


Sorry nein, Dold zeigt das 5,2fache nicht dreifache Risiko (siehe Tabelle 6 im Originalartikel).


Leider kommt das Zitat im Text überhaupt nicht vor. Who cares?