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Scientific consumerism and pointless jobs

One of those rare insight articles at http://strikemag.org/bullshit-jobs/

In the year 1930, John Maynard Keynes predicted that technology would have advanced sufficiently by century’s end that countries like Great Britain or the United States would achieve a 15-hour work week.[…]
Why did Keynes’ promised utopia – still being eagerly awaited in the ‘60s – never materialise? […]
The standard line today is that he didn’t figure in the massive increase in consumerism.[…]

I am not sure how consumerism translates into science. Is it the mass production of papers? Papers that are never read? Pointless jobs also have massively increased in the science industry basically with all the pointless competition being preached every day.

Over the course of the last century, the number of workers employed as domestic servants, in industry, and in the farm sector has collapsed dramatically. At the same time, ‘professional, managerial, clerical, sales, and service workers’ tripled, growing ‘from one-quarter to three-quarters of total employment.’ In other words, productive jobs have, just as predicted, been largely automated away […] But rather than allowing a massive reduction of working hours to free the world’s population to pursue their own projects, pleasures, visions, and ideas, we have seen the ballooning of not even so much of the ‘service’ sector as of the administrative sector, up to and including the creation of whole new industries like financial services or telemarketing, or the unprecedented expansion of sectors like corporate law, academic and health administration, human resources, and public relations.

Universitäten in Zeiten alternativer Fakten

Es ist noch Hoffnung´, solange es noch Advokaten wie Björn Brems gibt. Lesenswert das Laborjournal 10/2018, S. 24

Wird ein Maß zum Ziel, ist es kein gutes Maß mehr. Für den Neoliberalismus ist der Wettbewerb das Maß aller Dinge: Gesellschaftliche Bereiche, die bisher ohne Wettbewerb auskamen, wurden mit Wettbewerbsmerkmalen versehen – mit der Absicht, Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks kollabierte der politische Widerstand gegen diese gefährliche Ideologie schließlich auch westlich der Mauer. Seit nunmehr fast dreißig Jahren – einer ganzen Generation – hat sich dieses Geschwür durch die westlichen Demokratien gefressen.

Und natürlich kritisiert auch der sinnlosen Wettbewerb, dabei ist Forschung doch eine Investition darstellt, die der Gesamtwirtschaft zugute kommen soll.

Wer also seine Erkenntnisse, Daten und Quellcodes vor der Wirtschaft abschottet, nur um die ei- genen Kennzahlen zu maximieren, handelt explizit wider die gesellschaftliche Begründung, warum sie oder er überhaupt öffentlich gefördert wird. Da wir Wissenschaftler dies jedoch immer noch mehrheitlich so praktizieren – schließlich müssen wir ja kompetitiv bleiben – brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn dies gegen uns ausgelegt wird. Mit anderen Worten: Die wissenschaftliche Gemeinde hat sich selbst ein System erschaffen, in dem Wissenschaftler im Wettbewerb um öffentliche Mittel nur bestehen, wenn sie sich aktiv gegen die politische Begründung wenden, aufgrund welcher das Geld überhaupt in die Wissenschaft fließt. In der heutigen Zeit kann so ein System nur kontraproduktiv sein.

Be warned

I have written in 2009 here about exclusion in science. It continues to be a common theme in research programs to exclude others and to be exclusive. Just recently, I found the interesting 2012 summmary on the pain of social rejection by the American Psychological Association Continue reading Be warned

Pointless, futile, useless, meaningless, ineffectual, mindless, absurd, wasteful, needlessly, aimless, senselessly, pointlessly competition in science

Only recently, I discovered a book of Mathias Binswanger on wasteful competition in science where he details (in German)

Die heutigen gesellschaftlichen Ideale kommen in abstrakten Begriffen wie „Effizienz“, „Exzellenz“, „Leistung“, „Markt“, „Wettbewerbsfähigkeit“, „Innovation“ oder „Wachstum“ zum Ausdruck und in unzähligen Wettbewerben versuchen wir uns gegenseitig mit diesen Idealen zu übertrumpfen. Immer noch effizienter, noch exzellenter, noch wettbewerbsfähiger und noch innovativer muss man werden, auch wenn man in Wirklichkeit gar nicht so genau weiß, warum und wozu. In unserer gründlich durchsäkularisierten Gesellschaft, sind diese Begriffe zu den letzten, nicht mehr zu hinterfragenden Werten geworden, denen zu dienen unser höchstes Ziel ist. Ein anständiger Bürger fragt nicht weiter, warum es immer mehr Wettbewerb oder mehr Wachstum braucht.

and a nice example

Während der Kolonialzeit hatten die Franzosen in Hanoi (Vietnam) mit einer Rattenplage zu kämpfen. Um deren Zahl zu reduzieren, beschlossen sie, den Bewohnern von Hanoi für jeden abgelieferten
Rattenpelz eine Prämie zu bezahlen. Das Resultat dieses künstlich inszenierten Wettbewerbs: Die Bewohner von Hanoi begannen damit, Ratten zu züchten, was die Rattenplage wesentlich verschlimmerte. Mit andern Worten: der messbare Indikator (Zahl der abgelieferten Rattenpelze) stand bald einmal in einer negativen Korrelation zur tatsächlich erwünschten Leistung (Reduzierung der Zahl der Ratten), was zu einem perversen Anreiz führte.