Jede Wissenschaft ist politisch

Lukas van der Meer (movingart)

Jede Wissenschaft ist politisch, immer und überall. Schon die Auswahl des Untersuchungsgegenstandes ist politisch, die Begriffswahl, die Abgrenzung von anderen begriffen und Kategorien, die Abgrenzung von anderen “Fachdisziplinen”, die Nicht-Interdisziplinarität und auch die Interdisziplinarität, die Vermischung von Tatsachen und Wertungen, die Unentdecktheit der Wertungen in den vermeintlichen “Tatsachen” usw. und so fort, es kommt darauf an, das Politische in allen Wissenschaften bewusst zu machen, diskutierbar und entscheidbar […], transparent zu machen. In seinen Abhängigkeiten von der Finanzierung, den Drittmitteln, den Kapital- und Profitinteressen, den Staatsinteressen, dem geistigen Horizont der Bildungspolitik und der Bildungspolitiker, dem geistigen Horizont der Landtags- und Bundestags- und EU-Abgeordneten, dem geistigen Horizont der Wähler etc. pp. usw. Das vermeintlich “unpolitische” reiner Wissenschaft dient zu bestimmenden gesellschaftlichen Interessen, meistens eher nicht dem Allgemeinwohl, sondern Partikularinteressen.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Nachrichtenwert

Es wäre mal interessant, den Nachrichtenwert von wissenschaftlichen Ergebnissen zu überprüfen. Ich nehme mal die Wikipedia Liste als Vorlage, wie häufig nach meiner Einschätzung, es ein wissenschaftliches Ergebnis in die Medien schafft.

0 Frequenz: Je mehr der zeitliche Ablauf eines Ereignisses der Erscheinungsperiodik der Medien entspricht, desto wahrscheinlicher wird das Ereignis zur Nachricht.

+ Schwellenfaktor: die Auffälligkeit, die ein Ereignis überschreiten muss, damit es registriert wird.

0 Eindeutigkeit: Je eindeutiger und überschaubarer ein Ereignis ist, desto eher wird es zur Nachricht.

+ Bedeutsamkeit: Je größer die Tragweite eines Ereignisses, je mehr es persönliche Betroffenheit auslöst, desto eher wird es zur Nachricht.

0 Konsonanz: Je mehr ein Ereignis mit vorhandenen Vorstellungen und Erwartungen übereinstimmt, desto eher wird es zur Nachricht.

+ Überraschung: hat die größte Chance, zur Nachricht zu werden, allerdings nur dann, wenn es im Rahmen der Erwartungen überrascht.

0 Kontinuität: Ein Ereignis, das bereits als Nachricht definiert ist, hat eine hohe Chance, von den Medien auch weiterhin beachtet zu werden.

REGIONAL

0 Variation: Der Schwellenwert für die Beachtung eines Ereignisses ist niedriger, wenn es zur Ausbalancierung und Variation des gesamten Nachrichtenbildes beiträgt.

+ Bezug zu Elite-Nationen: Ereignisse, die Elite-Nationen betreffen, haben einen überproportional hohen Nachrichtenwert.

+ Bezug zu Elite-Personen: Ereignisse, die Elite-Personen betreffen, haben einen überproportional hohen Nachrichtenwert.

– Personalisierung: Je stärker ein Ereignis personalisiert ist, sich im Handeln oder Schicksal von Personen darstellt, desto eher wird es zur Nachricht.

+ Negativität: Je „negativer“ ein Ereignis, je mehr es auf Konflikt, Kontroverse, Aggression, Zerstörung oder Tod bezogen ist, desto stärker beachten es die Medien.

+ Initialzündung: Nur wenn ein Ergebnis früh wahrgenommen wird, ist es interessant

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Wo der Dreck produziert wird (6000 Tote XXIII)

Stau produziert mehr Abgase als fliessender Verkehr

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/adac-ueber-stau-auf-deutschen-autobahnen-2018-gab-es-2000-staus-pro-tag-a-1248433.html
Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/stau-report-fuer-deutschland-in-diesen-staedten-stehen-sie-am-laengsten-a-1252357.html

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

NO2 Merksätze (6000 Tote XXIV)

NO2 ist in hoher Konzentration ein Reizgas.
NO2 in niedriger Konzentration ist kein Reizgas.
Niedriges NO2 ist ein guter Marker für Abgase direkt an der Strasse.
Niedriges NO2 nicht an der Strasse gemessen ist kein guter Marker für Abgasbelastung.
Niedriges NO2 im Innenraum war bisher epidemiologisch uninteressant.
Das Wir-haben-tausend-NO2–Studien-Argument sagt eigentlich nur, dass es keine beweisende Studie gibt.
NO2 Grenzwerte sind politisch, nicht wissenschaftlich festgelegt.
NO2 Grenzwerte für “Kinder, Kranke, Alte, Behinderte und Frauen” sind eine populistische Erfindung.
Die Mortalität wird nicht durch NO2 Vergiftung erhöht.
Epidemiologen sagen bisher nur die halbe Wahrheit über NO2.
Die WHO ist nicht unfehlbar was NO2 angeht.
Die meisten Journalisten blicken bei NO2 nicht mehr durch.
Die Autoindustrie hat bei den NO2 Emissionen betrogen.
Am besten wäre es überhaupt keine Emissionen zu haben wo Menschen leben.
Mit alarmistischen Äusserungen zu NO2 bekommt man im postfaktischen Diskurs viel Aufmerksamkeit.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Der Schiedsrichter (6000 Tote XXII)

Das also glauben die Deutschen, Stand 10.2. 17:30. Zweifel an der Datenbasis habe ich wenig, aber massive Zweifel an der Auswertung und an der Interpretation der Studien.

Zweifel habe ich auch an Journalisten, die eindeutig für oder gegen Personen Stellung beziehen. In dem Fall Ulrich Schnabel, der in der ZEIT meint, dass die Fachleute unsichtbar sind. Das sind sie natürlich nur für jemanden, der selbst blind ist. Am besten liest man deshalb auch nur die Kommentare unter seinem Artikel

Leider haben es die Wissenschaft und die Medien nicht geschafft, eine differenzierte und nachvollziehbare Argumentation in die öffentliche Diskussion zu bringen.
Es wird z.B. fast nie zwischen NOx und Feinstaub unterschieden. Der Zielkonflikt zwischen einer Reduktion des CO2-Ausstosses und der Verringerung der NOx-Belastung wurde nicht thematisiert. Die Diskrepanz zwischen den Grenzwerten am Arbeitsplatz und an der Strasse wurde nicht nachvollziehbar erläutert. Ebenso wurde nie erklärt, warum die Messwerte so weit auseinanderklaffen. In München liegen zwischen der offiziellen Statistik und den Messungen der Stadt Unterschiede von ca. 50%. Ein weiterer Widerspruch entsteht, weil vergleichbare Länder völlig unterschiedliche Grenzwerte fordern. Diese Faktenlage ist unstimmig. Anstelle dies sachlich aufzuklären, überwiegen leider auch in Qualitätsmedien ad-hominem Argumente. Warum soll ein Lungenfacharzt nicht qualifiziert sein, eine Aussage zu Lungenerkrankungen zu machen? Die Vielschichtigkeit des Themas erfordert doch gerade, dass Epidemiologen, Mathematiker, Ärzte, und Ingenieure zusammen wirken müssen.

Ist nun die Mortalität in München und Stuttgart erhöht oder erniedrigt? Quelle: https://rp-online.de/leben/gesundheit/news/menschen-aus-stuttgart-und-muenchen-werden-am-aeltesten_aid-15609479

Es hat lange gedauert, aber nun geht es endlich mit einer sinnvollen Strategie weiter.

Die Kritik von mehr als 100 deutschen Lungenärzten an den geltenden Stickoxid- Grenzwerten im Kontext mit Dieselfahrverboten hat hierzulande heftige Diskussionen ausgelöst. Die Wissenschaft hat zunächst nur zögerlich Stellung bezogen, und geblieben ist bei vielen das ungute Gefühl, nicht zu wissen, was denn richtig ist. In solchen Fällen ist die Autorität der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) gefragt. Ihr kommt die Rolle des Politikberaters zu. Vergangene Woche hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Leopoldina um Stellungnahme in Sachen Dieselgrenzwerte (/wirtschaft/article184435460/Fahrverbote-Diesel-Grenzwerte- auf-wackliger-Grundlage.html) gebeten. Professor Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie in Halle und von 2008 bis 2010 Präsident des Robert-Koch-Instituts, erklärt im Interview, wie und bis wann die Leopoldina zu einem Ergebnis kommen wird.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Wirklich innovative Studien (6000 Tote XXI)

Statt sich in uferlose NO2 Diskussionen zu verheddern, habe andere Forscher wie Junkermann wirklich innovative Projekte gemacht.

Es stellt es sich jedenfalls nun immer mehr heraus, wie groß doch die methodischen Schwächen der NO2 Szene im Outdoor-Bereich sind und welche Defizite es im Indoor Bereich gibt: Nach meiner Information gibt es nicht eine einzige NO2 Mortalitätsstudie, die Gas mit Elektroherd verglichen hätte.

Die ganze NO2 Diskussion ist so akademisch, wie Rollenprüfstand und tatsächliche Emission am Auspuffrohr. Ein Gegensatzpaar wie NO2 Immissionsmessung und Radfahren in der Stadt. Zum Glück gibt es allerdings immer wieder Wissenschaftlern, die ihre Zeit nicht primär in Talkshows verbringen.

Es sind sogar Studien ganz ohne NOMessung, erst diese Woche Cole 2018.

Methods: Participants (n = 38) bicycled for 1 h along a Downtown and a Residential designated bicycle route in a randomized crossover trial. Heart rate, power output, particulate matter air pollution (PM10, PM2.5, and PM1) and particle number concentration (PNC) were measured. Lung function, endothelial function (reactive hyperemia index, RHI), C-reactive protein, interleukin-6, and 8-hydroxy-2′-deoxyguanosine were assessed within one hour pre- and post-trial.

“Wenn Du irgendwo einatmest, denke immer daran wo die Luft vorher war”

Das ist zwar nur eine Kurzzeitstudie, aber man könnte bei Radkurieren jederzeit Langzeitstudien machen…

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Gerechtigkeit ist ein marxistischer Begriff

sagt Oliver Bäte, Allianz Angestellter, in der ZEIT Ende letzten Jahres

ZEIT: Es gibt noch viele andere Ungerechtigkeiten: Finden Sie es gerecht, dass sich ein normaler Angestellter bei der Allianz keine Wohnung in München leisten kann?

Bäte: Gerechtigkeit ist für mich ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.

ZEIT: Gerechtigkeit ist ein sehr christlicher Begriff! Und es war ein Thema der Aufklärung.

Bäte: Aber was einer als gerecht oder ungerecht empfindet, ist sehr subjektiv. Ich glaube, es gibt viele Menschen, die sagen: Der Bäte verdient viel zu viel Geld, das ist ungerecht.

Dazu Harald Lesch, TU Angestellter,  im Tagesanzeiger diese Woche

Tagesanzeiger: Die Solidarität steckt in einer Krise. Absolut. Das sieht man schon nur daran, dass liberale Strömungen der Meinung sind, jeder solle seine Rente privat versichern. Das wäre eine Katastrophe für die solidarische Gesellschaft. Es würden institutionelle Anleger entstehen, die natürlich die entsprechenden Renditen erbringen müssten. Was wiederum Druck auf die Wirtschaft ausübte, das führte zum Rationalisierungsdruck, zu Produktionserhöhung. Wohin uns das in den letzten Jahrzehnten gebracht hat, sehen wir ja. Die Interessen des Shareholder zählen und nicht jene der Gemeinschaft. Der Drang zum Privaten führt dazu, dass öffentliche Räume zerstört werden, dass der öffentliche Diskurs zerstört wird.

Wie rächt sich das? Die Gier von Einzelpersonen in einem endlichen System bedeutet, dass es zu viele Verlierer gibt

Schauen Sie doch: Wir haben die Welt überversichert. Das Weltbruttosozialprodukt liegt bei 80 Billionen Dollar, dem gegenüber stehen Versicherungen in der Höhe von 800 oder 900 Billionen. Das ist wahnsinnig. Kaufe ich ein Auto für 2000 Euro und versichere es für 20’000, dann habe ich doch kein Interesse daran, dass es heil bleibt. So agiert die ganze Finanzindustrie. Und wir lassen alles zu, weil wir eine freie Wirtschaft haben.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

NO2 Effekte von aussen betrachtet (6000 Tote XX)

Sozialstatus und Mortalität (nach RKI Angaben)

Es ist ja schon verblüffend, welchen großen Effekt der Sozialstatus (gemessen am Haushaltseinkommen) auf die Lebenserwartung bzw. Mortalität hat – hier demonstriert an RKI Daten. Was auch immer die Gründe sind – es ist wohl die Kombination verhaltenskorrelierter Risikofaktoren, von billiger Nahrung, Alkohol, Rauchen, sportliche Inaktivität, Übergewicht, Stress durch Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe oder Niedrigeinkommen – ein Teufelskreis.

Mortalitätsstudien, die den Sozialstatus aber nicht auf individueller Ebene berücksichtigen, sind nicht sonderlich beweiskräftig. Schaut man sich die Supplement Tabelle von Cesaroni 2013 an und plottet hier Sozialstatus, dann gibt es hier enorme Effekte für die nur gruppenweise adjustiert wird (da es eine ökologische Studie ist).

ds = data.frame( matrix(
  c(7.4,20.2,23.1,27.3,21.0,
    12.6,17.9,21.2,22.6,27.5,
    17.8,17.9,19.0,20.0,25.6,
    30.9,19.3,19.0,15.6,17.1,
    31.2,24.8,17.7,14.4,8.8),
  nrow=5, ncol=5, byrow = TRUE), 
  stringsAsFactors=FALSE)
names(ds) = c("<37","<43","<46","<50","50+")
ds = cbind(stack(ds),rep( c("1 very high", "2 high", "3 medium", "4 low", "5 very low"), 5))
names(ds) = c("pct","NO2","SES")
fill = c("#5F9EA0", "#E1B378")
ggplot(aes(x=NO2,y=pct, fill=SES), data = ds) + geom_col() + clean_theme(base_size = 25) + scale_fill_brewer()
Auffällig an den Cesaroni 2013 Daten: Der sozioökonomische Status nimmt mehr oder weniger ab in Gegenden mit höheren Verkehrsströmen. Ist das ein Datenfehler?

Das Hautproblem der Umweltepidemiologie auf einen Punkt gebracht: die Evidenz der ganzen ökologischen Studien ist gering.

Die neuesten Meta-Analyse von NO2 und Mortalität ist zum Glück nicht ganz so oberflächlich. Was passiert, wenn man die Studien nach Qualität auftrennt – sprich ob sie individuell adjustieren oder nicht?

Das Ergebnis ist eindeutig: Mit individuelle Adjustierung löst sich der NOEffekt in Luft auf.

Dazu kommt: die Assoziation ist sehr heterogen zwischen den Studien, sprich sie ist nicht reproduzierbar.

Und das ist die neueste Datenbasis, neuer als REVIHHAAP.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

NO2 Effekte von innen betrachtet (6000 Tote XIX)

Meine langjährige Ko-Autorin D. Jarvis schrieb vor 20 Jahren

More than half of British homes use gas as their cooking fuel and even a small risk associated with either acute or chronic inhalation of the by-products of gas combustion— such as other nitrogen containing species, formaldehyde, sulphur dioxide and particulates—would have a substantial influence on public health. Surveys have been performed to assess these risks, variably defining exposure by the presence of a gas cooker in the home or by direct measures of related pollutants. Results from these surveys are remarkable by their lack of consistency. While some large and powerful cross sectional studies have found no association of the presence of a gas cooker or level of indoor nitrogen dioxide  with respiratory disease in children, others report an increased risk of lower respiratory illness.

Wir reden dabei über hohe NO2 Werte, hier ein Beispiel aus einer Schweizer Versuchsküche, wo längere Zeit die 100 µg/m3 überschritten werden.

Schauen wir uns also eine europäische Studie dazu an, ebenfalls von D. Jarvis. Hier gab es keine messbaren Effekte bei der Lungenfunktion durch Kochen auf Gas. In der Gruppe der Frauen (die wohl mehr kochen als Männer, zumindest vor 20 Jahren) gibt es auch kein signifikantes Resultat wenngleich gerade ein Effekt sichtbar wird. Sehr heterogene Ergebnisse, Groningen und Cambridge sollten vielleicht besser lüften?

Kochen an sich produziert natürlich auch Emissionen, egal ob elektrisch oder auf Gas gekocht wird.
NO2 alleine kann man den Effekte natürlich nicht zuschreiben, die Essensdämpfe von “fish & chips” in Dublin sind mit den Emissionen von “DDR”-Hausmannskost in Erfurt nicht vergleichbar.

Aber eigentlich suchten wir ja Mortalitätsdaten für “Innenraum” NO2. Irgendwie scheint das Interesse an dieser Frage aber sehr gering zu sein. Das Thema ist wohl nicht so spektakulär, dass man hier täglich Interviews geben könnte.

Die Mortalität bei Köchen zu untersuchen macht wenig Sinn, obwohl sie bei den Berufsgenossenschaften ganz oben in der Statistik liegen: wohl weniger wegen der Messer oder wegen des Feuers, sondern wegen Stress in Verbindung mit Alkohol und Rauchen, sagt jedenfalls Christian Rach, der es wissen muss.

Aber halt, hier ist doch noch eine Studie zur Mortalität, sogar recht neu und in Circulation veröffentlicht.

Cox proportional hazards models revealed an increased risk for all-cause mortality associated with kerosene/diesel use (10-year HR 1.06, 95% CI 1.02-1.10) relative to other fuel uses, in the multivariable-adjusted model. Natural gas burning, relative to other fuel uses, was associated with lower risk for death (10-year HR 0.95, 95% CI 0.91-0.98).

Damit wissen wir aber auch nicht viel mehr, weil nicht Gas- gegen E-Herd verglichen wird. Kerosin oder Diesel ohne Filter verbrennen? Die Autoren diskutieren ihre Ergebnisse damit auch nur als Partikelstudie.

Zusammengefasst: Es gibt epidemiologisch keinen Support für eine isolierte NO2 Gesundheitsschädigung im Bereich unter 100 µg.

Was allerdings nicht dagegen spricht, die cleancookingalliance.org voll zu unterstützen.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Bundestag Videos in WordPress einbauen

WordPress verbietet aus Sicherheitsgründen das Einfügen von Javascript. Ich habe die Bundestagsverwaltung angeschrieben, ob sie nicht ähnlich wie Youtube einen Embed Code mit Iframe anbieten könnte, denn bisher bekommt man lediglich

<script id="tv6995628" src="https://webtv.bundestag.de/player/macros/bttv/hls/player.js?content=6995628&phi=default">
<span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start"></span>
</script>

Natürlich könnten man in wp-config.php die Zeile define( ‘CUSTOM_TAGS’, true ); einfügen. Besser scheint mir aber, bis auf weiteres das Code Embed Plugin zu installieren und ein Custom Field für den Video Code anzulegen.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

{{CODE1}}

Das ist aber auch nur so lange sicher, als der Bundestag nicht wieder gehackt wird.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026

Der erste klinische Versuch

Daniel und seine Gefährten am babylonischen Hof (167–164 v. Chr).

I. 3 Und der König sprach zu Aschpenas, seinem obersten Kämmerer, er sollte einige von den Israeliten auswählen, und zwar von königlichem Stamm und von edler Herkunft, 4 junge Leute, die keine Gebrechen hätten, sondern schön, einsichtig, weise, klug und verständig wären, also fähig, an des Königs Hof zu dienen; und er sollte sie in Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichten lassen. 5 Und der König bestimmte, was man ihnen täglich geben sollte von der königlichen Speise und von dem Wein, den er selbst trank; so sollten sie drei Jahre erzogen werden und danach vor dem König dienen. 6 Unter ihnen waren von den Judäern Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja. 7 Und der oberste Kämmerer gab ihnen andere Namen und nannte Daniel Beltschazar und Hananja Schadrach und Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego. 8 Aber Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, dass er sich mit des Königs Speise und mit dem Wein, den dieser trank, nicht unrein machen wollte, und bat den obersten Kämmerer, dass er sich nicht unrein machen müsste. 9 Und Gott gab Daniel, dass ihm der oberste Kämmerer günstig und gnädig gesinnt wurde. 10 Der sprach zu ihm: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch eure Speise und euern Trank bestimmt hat. Warum soll er sehen, dass eure Gesichter schmächtiger sind als die der andern jungen Leute eures Alters? So brächtet ihr mich bei dem König um mein Leben. 11 Da sprach Daniel zu dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja gesetzt hatte: 12 Versuch’s doch mit deinen Knechten zehn Tage und lass uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken geben. 13 Und dann lass dir unser Aussehen und das der jungen Leute, die von des Königs Speise essen, zeigen; und danach magst du mit deinen Knechten tun nach dem, was du sehen wirst. 14 Und er hörte auf sie und versuchte es mit ihnen zehn Tage. 15 Und nach den zehn Tagen sahen sie schöner und kräftiger aus als alle jungen Leute, die von des Königs Speise aßen. 16 Da tat der Aufseher die königliche Speise und den Wein weg, die für sie bestimmt waren, und gab ihnen Gemüse. 17 Und diesen vier jungen Leuten gab Gott Verstand und Einsicht für jede Art von Schrift und Weisheit. Daniel aber verstand sich auf Gesichte und Träume jeder Art. 18 Und als die Zeit um war, die der König bestimmt hatte, dass sie danach vor ihn gebracht werden sollten, brachte sie der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar. 19 Und der König redete mit ihnen, und es wurde unter allen niemand gefunden, der Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja gleich war. Und sie wurden des Königs Diener. 20 Und der König fand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmal klüger und verständiger als alle Zeichendeuter und Weisen in seinem ganzen Reich.

mehr zu Geschichte von Clinical Trials auf Pubmed. Dank an manipogo für die Anregung.

 

CC-BY-NC Science Surf accessed 20.01.2026