Hiroshima survivor and ICAN campaigner
Die Standardsituationen der Technologiekritik:
“What the hell is it good for?” (Argument eins)[…]
Argument zwei: “Wer will denn so was?[…]
Argument drei: “Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.”[…]
Aber vielleicht geht es ja auch einfach wieder weg (Argument vier).[…]
(Argument fünf) dessen Auswirkungen leugnen.[…]
Spielzeug (Argument fünf a) ohne praktische Konsequenzen.[…]
Es lässt sich mit der neuen Technik kein Geld verdienen (Argument fünf b).[…]
Einwand fünf c, die Beteiligten hätten einander ja gar nichts mitzuteilen.[…]
Es ist also im Prinzip ganz gut, aber, so Vorwurf Nummer sechs, nicht gut genug.[…]
“Schwächere als ich können damit nicht umgehen!” lautet Argument sieben. […]
Die Erziehung anderer zur richtigen Nutzung des Neuen (Argument acht),[…]
Die neue Technik verändert, Argument neun, ganz sicher unsere Denk-, Schreib- und Lesetechniken zum Schlechteren.
Fake scheint im wissenschatlichen Diskurs scheint also doch ziemlich häufig zu sein, wobei ich den Begriff aber wohl nicht ganz korrekt verwendet habe. Ein Artikel in Forschung und Lehre schon 8/2017 hatte die korrekte Definition. Der Fake ist
nicht einfach um eine Fälschung, sondern um die absichtsvolle Nachbildung z.B. eines Kunstwerks mit dem Ziel der Kritik an Institutionen und Fehlent- wicklungen. Während ein Fälscher auf Tarnung abzielt und Vorkehrungen zur Verschleierung seines Betrugs trifft, bezweckt der Urheber eines Fakes im Gegenteil die zeitnahe Aufdeckung und bahnt diese durch vielfältige Hinweise innerhalb seines Werkes an.
The Pareto principle (also known as the 80/20 rule, the law of the vital few, or the principle of factor sparsity) states that, for many events, roughly 80% of the effects come from 20% of the causes.
Is the Pareto principle good for science? Yes, if you are interested in prices, doctorates, honours, achievements, academy membership, AMEX gold card. No, if you are interested in the progress of science, separating wheat from chaff, common goods like educating students. Yes, if you do not have tenure. No, if you have achieved it.
aus “Kinder, wie die Zeit nicht vergeht”
Unterhaltungen verlaufen in einer eigenen Wissenschaftstagungssprache, einem gebrochenen Englisch, das einen kleinen Wortschatz, dafür aber Hunderte unterschiedliche Akzente umfasst und nach einer Woche unerträglich wird. There we have the salad.

Science Spam nimmt immer mehr zu. Die Abbildung zeigt eine Spam-Email, die ich letzte Woche bekommen habe. Fake Konferenzen. Predatory Journals. Nonsense Papers. Es wird immer schwieriger, den Überblick zu behalten.
Schauen wir uns also auf Wunsch der Firma Stallergenes einen Artikel an: Allergy 2018 Jan;73(1):165-177. Sublingual immunotherapy provides long-term relief in allergic rhinitis and reduces the risk of asthma: A retrospective, real-world database analysis. Zielen S, Devillier P, Heinrich J, Richter H, Wahn U. Continue reading Allergen Immuntherapie
I could attend a very interesting talk yesterday of Thomas Carell. He reported quite a lot of interesting findings in particular as I did not watch that field. Cytosines were long known to exist in two functional states: unmethylated or methylated at the 5-position of the pyrimidine ring. In 2009 two landmark papers were published showing that these 5mC in CpG dinucleotides are converted to 5-hydroxymethyl-cytosine (hmC) by the action of oxygenases of the TET family. It turned out to be a complex story how – using artificial nucleotide incoporation and co-localization of citrate cycle enzymes – the NADH+ dependent process of demethylation was discovered until the most recent publication of the Carell group. With all the probabilty based research back in my mind, it was such a relief to see a logical pathway to discovery.
Im neuen DHV Newsletter würdigt die Berufsvertretung der deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Amtsführung der Rektoren.
Über alle Teilnehmer gemittelt erhielten die deutschen Rektorinnen und Rektoren bzw. Präsidentinnen und Präsidenten von den Wissenschaftlern die Durchschnittsnote “Befriedigend plus”. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Gesamtbewertung unverändert (2,67). Einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hielten ihren Rektorinnen und Rektoren bzw. Präsidentinnen und Präsidenten einen autokratischen und selbstherrlichen Führungsstil vor. Ebenso wurden überbürokratisierte Verwaltungsvorgänge, eine zu starke Fokussierung auf die Exzellenzinitiative und das mangelnde Verständnis für unterschiedliche Wissenschafts- und Fachkulturen, besonders der Geisteswissenschaften, bemängelt.
Wer könnte es besser zusammenfassen, als ein konservativer Evangelikaler und ehemaliger Redenschreiber von Bush? Michael Gerson hat vor kurzem einen bemerkenswerten Essay abgeliefert “The last temptation“, der mit den Konservativen abrechnet. Continue reading Wieso die Evangelikalen Trump wählen
Lascia ch'io pianga
mia cruda sorte,
e che sospiri
la libertà .
Il duolo infranga
queste ritorte
de' miei martiri
sol per pietà .
Lass mich beweinen
mein grausames Schicksal
und beseufzen
die Freiheit.
Der Kummer zerbreche
diese Qualen
meiner Martern
allein aus Erbarmen.
http://jaha.ahajournals.org/content/7/6/e008230
Previous research has found that patients with acute cardiovascular conditions treated in teaching hospitals have lower 30-day mortality during dates of national cardiology meetings.
Galilei: Was geschieht?
Federzoni: Die Nadel schwimmt! Heiliger Aristoteles, sie haben ihn niemals überprüft!
Sie lachen.
Galilei: Eine Hauptursache der Armut in den Wissenschaften ist meist eingebildeter Reichtum. Es ist nicht ihr Ziel, der unendlichen Weisheit eine Tür zu öffnen, sondern eine Grenze zu setzen dem unendlichen Irrtum. Macht eure Notizen.
Virginia: Was ist?
Frau Sarti: Jedesmal, wenn sie lachen, kriege ich einen kleinen Schreck. Worüber lachen sie? denke ich.
Virginia: Vater sagt: Die Theologen haben ihr Glockenläuten, und die Physiker haben ihr Lachen.
Frau Sarti: Aber ich bin froh, daß er wenigstens nicht mehr so oft durch sein Rohr schaut. Das war noch schlimmer.
Virginia: Jetzt legt er doch nur Eisstücke aufs Wasser, da kann nicht viel Schlimmes dabei herauskommen.
Frau Sarti: Ich weiß nicht.
Luigi Zingales ist dagegen, die großen Internet Konzerne zu zerschlagen. In dem letzten Spiegel Interview sagt er.
Zingales: Wenn Sie mich vor einem Jahr gefragt hätten, ob Superhelden wie Facebook und Amazon zu solchen Feindbildern werden könnten, hätte ich gesagt: unmöglich. Aber das hat sich tatsächlich geändert. Und dennoch halte ich eine Zerschlagung auch jetzt noch für zu aggressiv. Die Konsequenzen wären nicht abzuschätzen. Erst einmal muss es auch einen klaren Konsens darüber geben, was genau eigentlich das Problem ist.
Das kann man Zingales erklären. Die Konzerne nutzen immer mehr ihre Macht, ihren Einfluss zu vergrössern, Kunden zu gängeln und dabei so wenig Steuer wie möglich zu zahlen.
Das merkt man spätestens dann, wenn man von Amazon gesperrt wird, ohne große Vorwarnung. Damit sind auch alle digital gekauften Inhalte wie Musik, Filme oder E-Books weg.
Google verfolgt User auch mit ausgeschalteter Location Service.
Ebay macht dubiose Rabattaktionen. Der Rabatt wird aber mit windigen Ausreden nicht ausgezahlt.
Facebook sammelt Daten auch über nicht angemeldete Nutzer.
Die Schufa hat eine dubiose Risikobewertung.
Die Konsequenzen einer Welt ohne Google, Amazon, Facebook und Ebay? Wieder zurück zur regionalen Ökonomie und Ökologie – Kleinanzeigen, Supermärkte und Tante Emma Läden, war die Welt wirklich so schlecht?