nachdem man Karl Valentin immer noch nicht zitieren darf.
Einer zeugt den Gedanken, der andere hebt ihn aus der Taufe, der Dritte zeugt Kinder mit ihm, der Vierte besucht ihn am Sterbebette, und der Fünfte begräbt ihn.
nachdem man Karl Valentin immer noch nicht zitieren darf.
Einer zeugt den Gedanken, der andere hebt ihn aus der Taufe, der Dritte zeugt Kinder mit ihm, der Vierte besucht ihn am Sterbebette, und der Fünfte begräbt ihn.
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Marmelade Fett enthält, Fett enthält.
Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise
Marmelade eimerweise, eimerweise.
Marmelade, Marmelade, Marmelade, die essen wir alle so gern.
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Knackwurst Pferdefleisch enthält, Pferdefleisch enthält.
Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise
heiße Knackwurst meterweise, meterweise.
Knackwurst, Knackwurst, Knackwurst, die essen wir alle so gern.
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Coca-Cola Schnapps enthält, Schnapps enthält.
Drum trinken wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise
Coca-Cola fässerweise, fässerweise.
Coca-Cola, Coca-Cola, Coca-Cola, die trinken wir alle so gern.
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Zigarette Heu enthält, Heu enthält.
Drum rauchen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise
Zigarette wagenweise, wagenweise.
Zigarette, Zigarette, Zigarette, die rauchen wir alle so gern.
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Stanniol Schokolad enthält, Schokolad enthält.
Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise
Schokolad tonnenweise, tonnenweise.
Schokolad, Schokolad, Schokolad, die essen wir alle so gern.
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Margarine Koks enthält, Koks enthält.
Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise
Margarine säckeweise, säckeweise.
Margarine, Margarine, Margarine, die essen wir alle so gern.
Leistung und Erfolg sind zwei Begriffe die häufig verwechselt werden, wie Richard David Precht am Ende der Sendung SWR Nachtcafe es beiläufig erwähnte. Und in der Tat, so Fred Becker, gibt es eine maximale Beliebigkeit beim Verwenden des Leistungbegriffes, Bedeutungsvielfalt inklusive. Leistung “riecht nach Schweiß, schwerer Muskelkraft, nach außergewöhnlichen Bemühungen”, Leistung ist also das Ergebnis einer Arbeit. Und dann muss sich ja auch der Erfolg einstellen, so die Devise des bundesrepublikanischen Wissenschaftsmanagements. Also etwas erfolgen, als sei das wichtigste, nämlich die Leistung, nicht bereits erfolgt.
Die neue Science of Science Auswertung zeigt nun auch das das genaue Gegenteil. Intellektuelle Arbeit – Denken, Lesen, Rechnen, Schreiben, Reden – alles mitunter anstrengend. Und dann produzieren wir in der Wissenschaft nicht mal Güter (einige Startups und Ausgründungen mal abgesehen), im Gegenteil wir verbrauchen dabei nur Ressourcen. Die Anstrengung sind wir schuldig, aber nicht den Erfolg. Und schon gar nicht die ständig geforderte Überbietung anderer; Exzellenz war früher die Anrede der Könige, nicht die Überlegenheitsphrase eines Forschungsprogrammes.
Die ständige Überleitung kann schliesslich (Binswanger) als System nicht funktionieren (Münch) auch wenn der HRK Präsident immer wieder wiederholt: "Die Wissenschaft lebt vom Wettbewerb". Sie lebt von der Anstrengung, von der olympischen Idee, aber nicht der Medaille. Erfolg in der Wissenschaft ist doch, machen wir uns nichts vor, zu einem großen Teil der Suche (oder Sucht) nach Anerkennung und dem Selbstmarketing, geschuldet und nur im geringe Mass einer wirklich aussergewöhnlichen Leistung. Selbst das Wissenschaftsmagazin Nature liegt völlig daneben, mit der Forderung vom 6. März dass wie uns besser vermarkten sollen. Lebenszeit kann man schliesslich nur einmal verplanen.
Dabei wird im Erfolg immer mehr die Leistung konstituiert. Dabei kann doch – so Precht – der Erfolg nicht nur durch Leistung, sondern auch ganz einfach nur durch Glück möglich sein. Nicht zu verwechseln mit Zufall, sondern mit dem Glück im eigentlichen Sinn – dem günstige Ausgang eines Ereignisses. Oder Leistung durch Begabung. Oder Leistung als Geschenk, etwas das der Mensch nicht selbst machen kann, es nicht verdient hat. Und gibt es überhaupt die Leistung eines einzelnen?
Ist die “menschliche Leistung nicht Ergebnis einer kollektiven Aushandlung” (Nina Verheyen, 2018) und sind wir nicht doch nur Zwerge auf den Schultern von Riesen (Bernhard von Chartres, 1120)?
A great new paper in Science about the science of science
Measurements indicate that scholars are risk-averse, preferring to study topics related to their current expertise, which constrains the potential of future discoveries. Those willing to break this pattern engage in riskier careers but become more likely to make major breakthroughs. Overall, the highest-impact science is grounded in conventional combinations of prior work but features unusual combinations.
Although more and more papers are being produced, new ideas are stagnating since 2000.

I believe it is the shift from infrastructure to project-based funding, along with the general leveling of academic education…
There is an update of our eosinophil SNP paper now in the Lancet with 27 new asthma CpG associations. The authors claim 3 overlaps to Cookson’s 36 IgE loci while I see only cpg0177040, maybe there are two more conicidental findings in the supplement? At least the paper says
eosinophil counts were not significantly different between patients with asthma and controls in our discovery cohorts, suggesting that our results reflect the presence of a different subset or activation state of eosinophils, rather than a change in eosinophil counts per se. Although eosinophils are linked to sub-phenotypes of asthma such as the T helper 2-type subset, our study provides unequivocal data supporting their involvement at the epigenetic level in mild-to-moderate asthma in children.
maybe, maybe not – this could be just residual confounding…
Additionally, CpG methylation patterns identified an early-life shift from naive T cell populations towards effector and memory CD8 and natural killer cell subsets, indicating a potentially crucial role for host virus interactions
maybe, maybe not – this could be vaccine effects, some other antigens, allergens or vitamin D
Wenn es nur so einfach wäre, Lügen in der Wissenschaft zu erkennen … Die “Welt” hatte eine interessante Zusammenfassung über Lügen allgemein
So ist aus bisherigen - fast ausschließlich westlichen - Studien bekannt, dass Lügner weniger oft das Wort "ich" verwenden, wohl um sich zu distanzieren.
Das nützt leider nichts in den Biowissenschaften, da der übliche Duktus -ältere Kollegen mal ausgenommen- sich gerne auf ein kollektives “wir” beschränkt und selbst das gerne vermeidet, um einen maximal objektiven Eindruck zu unterlassen.
Auch enthalten Lügen relativ wenig Kontext, wie zum Beispiel nebensächliche Informationen.
Hilft auch wenig, weil der Kontext fast immer auch da ist.
Lügner verwenden zudem eine negativere Sprache, wahrscheinlich weil sie sich schuldig fühlen.
Auch das hilft nicht viel, leider.
Teacher: "If I gave you 2 cats and another 2 cats and another 2, how many would you have?"
Johnny: "Seven."
Teacher: "No, listen carefully... If I gave you two cats, and another two cats and another two, how many would you have?"
Johnny: "Seven."
Teacher: "Let me put it to you differently. If I gave you two apples, and another two apples and another two, how many would you have?"
Johnny: "Six."
Teacher: "Good. Now if I gave you two cats, and another two cats and another two, how many would you have?"
Johnny: "Seven!"
Teacher: "Johnny, where in the heck do you get seven from?!" Continue reading 7 cats
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen warnt eindringlich vor weitreichenden Konsequenzen für die Umwelt- und Lebenswissenschaften sowie die Biodiversitätsforschung, sollte zukünftig auch die Nutzung von digitalen Sequenzinformationen (DSI) genetischer Ressourcen den Regelungen des Nagoya-Protokolls (NP) und der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) unterliegen.
https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen
Richard Smith 3:58 “People who behave fraudently tend to behave fraudently in all aspects of their live”
8:05 “Universities have no interest to discover fraud” 10:42 “Journals don’t have the legal standing” 10:58 “we need some kind of national bodies”
Einfach phänomenal ist der neue Artikel (S.22+23) von Ulrich Dirnagl über das Exzellenztheater Akt 1 “Die falsch positiven ziehen nur Ressourcen aus dem System” und Akt 2 “Der Drang zur Exzellenz ist ein Hemmnis für normale Wissenschaft”.
The Edge Newsletter has an obituary of Anne Treisman.
if there ever was a paper that launched a thousand ships it was Anne Treisman’s paper with her student Gelade in 1980. With over 6,000 citations the paper laid the groundwork for her Feature Integration Theory, the idea that while the brain seemed to automatically divide up aspects of objects into color, shape, motion and so on, it also had to glue them back together in way that we obviously experience as unitary wholes.
A new analysis of the GINI-LISA study published this month in Pediatr Allergy Immunol has an interesting plot showing the eczema incidence in the first 15 years of life. Eczema is a major allergy symptom.
On the right side (FIG1C), we find the untreated group, and on the left (FIG1A) we find the intervention group. Overlying both figures with Photoshop gives an interesting perspective.
When we use the lower opaque double line as reference, all types of baby feeding give an increased eczema risk. To be more comparable, the opaque upper two lines should be used, which will result in zero effect size.
The question is: Why is breast feeding / breast milk (BF) a risk factor in the interventional (left figure) but not in the observational arm (right figure)?
Children who receive “antiallergic” formula food will not have any benefit which is in accordance with a recent review in the BMJ. Nevertheless Nestlé Beba Pro HA is further advertising as “reducing allergy risk to milk protein”, Hipp HA Combobiotik as “reducing allergy risk by strong protein cleavage”, Nutramigen 1 LGG as “extensively hydrolysed, hypoallergenic formula … suitable for babies with … allergy”.
Postscriptum
The revised blog entry has been published as a letter to PAI. Unfortunately it turned out only after submission that there are also some major issues with the number of individuals included when comparing the 2003 with the 2013 and 2018 report.
Vitamin D was introduced into clinical medicine in 2 large waves basically in the 1930ies and 1960ies without any clinical study.
Although I am interested in the relationship twith allergy since 1999 none of our proposed four vitamin D trials were funded.
2005: “Vitamin D and Induction of Allergies”
2013: “Vitamin D and allergy (VIT-AL)”
2017: “Biomarker Screening of Vitamin D response in Newborns (VITAPRIME)”
2017: “Immunological effects of vitamin D supplementation in newborns in Ghana (IMVITAD-GHA)”
Unfortunately the published clinical studies so far missed the point as they were looking only at pregnancy and not at newborn supplements (VDAART, COPSAC and Grant/NZ).
But there are good news now, as studies are going on in Australia and Finland that are sufficiently powered and examining exposure in the newborn period: VIDI and VITALITY. The only problem there will be the inevitable co-exposure by vitamin D supplemented baby food.
This blog entry will be never written.
Leitlinien sollten nicht von eigenen Interessen gesteuert sein. Das gilt alle Leitlinien genauso wie Leitlinie “Allergen-spezifische Immuntherapie bei IgE - vermittelten allergischen Erkrankungen”.
Der Markt ist hier allerdings – wohl durch die Therapieallergene-Verordnung (TAV) – stark in Bewegung, da die Hersteller kostenintensiven Zulassungsverfahren durchführen müssen.
Allergenhersteller sind dabei traditionell schon immer stark als Sponsoren auf Allergiekongressen vertreten, einer Randsparte der klinischen Medizin, wo es kaum pharma-unabhängige Experten gibt.
Zu diesem Schluss kommt auch leitlinienwatch.de, eine Initiative, die vor zwei Wochen im deutschen Ärzteblatt vorgestellt wurde.
Das Portal wertet den Umgang mit Interessenkonflikten bei der Leitlinienerstellung kontinuierlich aus und bewertet die Ergebnisse. Ziel der Initiative ist es, den Einfluss von Interessenkonflikten auf medizinische Behandlungsleitlinien zu reduzieren. Leitlinienwatch.de will Best-Practice-Beispiele identifizieren und den Fachgesellschaften ein konstruktives Feedback mit Verbesserungsvorschlägen für anstehende Revisionen geben.
Die Initiative ist eine Gemeinschaftsaktion von Mezis ("Mein Essen zahl' ich selbst - Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte"), Neurology First und Transparency International, alles Organisationen, die sich gegen die Einflussnahme der Pharmaindustrie auf das Handeln von Ärztinnen und Ärzten wenden.
Diese unabhängige Einschätzung der Leitlinie zur Immuntherapie ist gelinde gesagt verheerend mit nur 4 von 18 möglichen Punkten. Im Detail finden die Autoren
Das Statement, dass “keine Interessenkonflikte festgestellt wurden, die die fachliche Unabhängigkeit der Autoren im Hinblick auf die Erstellung der Leitlinie beeinträchtigen könnten” überzeugt angesichts der zahlreichen Beraterverträge mit den Herstellern der bewerteten Medikamente nicht.
Die Leitlinie beruht dabei zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf Studien und Reviews der derselben Autoren. Honi soit qui mal y pense.