Welche Rolle haben die Starkbierfeste und Wahlen in Bayern bei Ausbruch gespielt?
Welche Personengruppe/Gewerbe infiziert im Augenblick gerade die meisten anderen Menschen?
Wieviele (nicht ausgewählte) Personen haben die Erkrankung bereits durchgemacht?
Wieviele Kinder? Sind Kinder weniger ansteckend als bei sonstigen Viruserkrankungen?
Gibt es Near Field Tracing Apps ohne massive Datenschutzprobleme?
Kann man die Gesundheitsämter mit besserer Software ausrüsten?
Kann man die Zeit für den Crispr Schnelltest unter 40 Minuten drücken?
Gibt es eine Hintergrund-Immunität durch verwandte Corona Viren?
Gibt es Kreuzreaktionen, die zu schwererem Verlauf führen?
Gibt es genetische Varianten oder altersabhängige Genmethylierung von ACE2, TMPRSS2 oder Cathepsin L oder diversen Interleukinen, die den klinischen Verlauf negativ beeinflussen?
Wie ist die Kinetik von SarsCoV2 und ACE2 Rezeptorbindung?
Ist rekombinantes lösliches ACE2 ein therapeutisches Prinzip? Wirken TMPRSS2 Hemmer?
Was löst die neurologischen Symptome wie Guillain-Barré und Anosmie aus? Warum ist der pO2 oft so niedrig ohne Atemnot?
Was bedingt den Übergang von L und H Typ der Pneumonie?
Gibt es eine lokale pulmonale Hypertonie und Rechts-Links Shunt zB durch Angiotensinogen II Freisetzung?
Warum ist Heparin so gefährlich?
Was ist besser, Tot- oder Lebendimpfstoff?
DNA, RNA oder Protein basierter Impfstoff?
Wie begegnet man am besten fake news?
Vitamin D is a remedy for everything, at least for some people. Right now, there are now already 44 papers that describe an association to corona infection. I have read only a few of them – 100% astroturf.

Leider sagt das RKI bis heute nicht wie lange, ein Patient infektiös ist.
Wenn ein Amt so etwas während einer Pandemie nicht weiss, warum stellen sie dann nicht einen Expertenrat zusammen? Und wenn ein externer Experte dass nicht weiss, warum vergibt man dann nicht einen Forschungsauftrag zu der Frage?
Aktuell wird der Großteil der Testkapazität in den Gesundheitsämtern an wiederholte “frei”-Messungen von Patienten verwendet. Nach Ende einer eher großzügigen Quarantäne wäre es wichtiger, die Neuansteckungen zu erfassen, die immer noch aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden. Ähnlich konfus sind im Augenblick auch die “Gesund”meldungen der Landkreise.
Auch wären gepoolte Messungen sinnvoll, die schon lange etabliert sind.
Das Pauli Zitat ist wunderbar (“What you said was so confused that I could not tell whether it was nonsense or not”) !
Anders als mit Pauli kann man aber auch den neuesten Ioannides Artikel nicht kommentieren, der das absolute Risiko der Mortalität am Beginn der Pandemie rechnet. Es ist so ähnlich, als würde man das Mortalitätsrisiko der Appendizitis am Diagnosetag für die nächsten 24 Stunden berechnen. Das wäre dann auch nur 5% und würde ernsthaft in Frage stellen, ob Blinddarm Operationen wirklich sinnvoll sind denn eine Operation hat ja schliesslich auch Nebenwirkungen (Infektion, Nachblutung, Thrombose). Allerdings würde dieser Denkfehler vielen Menschen das Leben kosten.
Ich sehe hier nicht so sehr das Ende von EBM ( der “evidence-based medicine”) aber sehr wohl das Limit und die Unfähigkeit mit neuen und dynamischen Sachverhalt umzugehen.
3.5.2020 2. Anlauf Versionsvergleich
https://draftable.com/compare/EypQweFxGwmY
Christian Drosten meinte gestern auf Twitter an seine 232K Follower über “eine eventuelle Dunkelziffer”: “Hier sollten wir zum gegenwärtigen frühen Zeitpunkt der Epidemie nicht allzuviel erwarten.” Drosten räumt ja sonst immer sympathisch ein, wenn er etwas nicht weiss. Leider macht er das nicht immer bei epidemiologischen Fragen…
Sehr richtig. Und eine eventuelle Dunkelziffer kann man nur durch geografisch breit angelegte Untersuchungen bestimmen. Hier sollten wir zum gegenwärtigen frühen Zeitpunkt der Epidemie nicht all zu viel erwarten. https://t.co/4jZbpbKCYW
— Christian Drosten (@c_drosten) April 8, 2020
Schauen wir uns die Fakten an.
Den Begriff Dunkelziffer gibt es eigentlich nicht in der Epidemiologie, ich vermute der Begriff soll das ascertainment bias oder selection bias beschreiben. Auf Deutsch also etwas, was man nicht weiss. Der Zusatz “eventuell” stellt jedenfalls die “Dunkelziffer” in Frage.
DLF-Wissenschaftsredakteur Volkart Wildermuth hat den Sachstand zusammengefasst
Forscherinnen und Forscher der Columbia Universität kommen in einer Simulation zu dramatischen Dunkelziffern. Sie haben die Ausbreitung des Coronavirus mit einem Pandemie-Simulationsprogramm nachgespielt. Die Daten für ihre Berechnungen stammten aus der frühen Phase der Epidemie in China, als es noch keine Kontaktbeschränkungen gab. Demnach kamen auf jeden nachweislich Infizierten etwa sieben unentdeckte Fälle, schreiben die Autoren im Fachmagazin “Science” […]
Das Robert-Koch-Institut geht zwar ebenfalls von einer Dunkelziffer aus. Präsident Wieler sagte, die gebe es bei jeder Infektionskrankheit. Es gebe aber keinen Anlass, von einer besonders hohen Dunkelziffer auszugehen, weil in Deutschland sehr früh am Anfang der Coronakrise mit Tests begonnen worden sei und generell sehr viel getestet werde. Der RKI-Präsident betonte aber, dass nach aktuellem Stand die Hälfte der Infizierten tatsächlich auch an der Krankheit Covid-19 erkrankt. "Die anderen Hälfte sehen wir gar nicht."
Die Autoren des Science Artikels vermuten, das 86% aller Infektionen unbekannt blieben, Wieler geht von 50%. Ich gehe nach Hochrechnung auf Landkreisebene über die Ärztedichte ebenfalls von 50% bis 90% aus.
Und von der Bestimmung sei nicht “allzuviel zu erwarten”? Obwohl sie die Basis jedes SEIR Modells ist, mit dem S=susceptible, E=exposed, I=infected, R=recovered berechnet wird? Wenn die Dunkelziffer, einmal angenommen bei 90% liegen sollte, dann würden 83 Millionen Deutschen im Augenblick nicht 100.000 Infizierten gegenüber stehen, sondern 1 Million. Ein gewaltiger Unterschied, der eine völlig andere Einschätzung bedeuten würde (die Hotspot Rechnungen in Bergamo und New York sind nochmal eine ganze andere Frage – die meisten Experten gehen hier von self-enforcing loops und tipping points aus).
Es ist zudem wenig hilfreich, den Wert von epidemiologischen Studien zu bezweifeln, wo es immer große Anstrengungen kostet, Teilnehmer von Studien zu überzeugen. Und was meint Drosten mit frühem Zeitpunkt der Pandemie? In Deutschland trat der erste Fall am 28.1. auf, Wieler sagte am 27.2. die Deutschen sollten zu Hause bleiben, Kekulé am 17.3. dass wir die exponentielle Phase erreicht haben. Gestern war der 8.4. also mehr als drei Wochen nach Beginn der exponentiellen Phase? Oder geht Drosten von einem mehrjährigen Verlauf aus?
Fazit: Es gibt eine Dunkelziffer, die nach aktueller Schätzung mindestens bei 50%, eher Richtung 90% liegt. Da die Verläufe in den einzelnen Landkreisen sehr unterschiedlich sind, brauchen wir repräsentative Bevölkerungsstudien in allen Altersgruppen.
Der Blindflug geht also weiter.
PS. Noch zwei Plots zur Dunkelziffer von Viruserkrankungen bei Kindern. Kinder werden aktuell kaum getestet, weder on demand noch bei der extra angelegten Studie in München. Wie wird man die Schulöffnung nach den Osterferien begründen? Bauchgefühl? Druck aus der Wirtschaft? Und woran wird man merken, dass die Schulöffnung doch zu früh kam ( so wie in St Louis 1917 )?

Die Gruppe Kinder bis 14 Jahre ist bei sonstigen Viruserkrankungen immer am häufigsten betroffen. Sollte COVID-19 sich so viel anders ausbreiten?

Die bayrische Staatsregierung äussert sich jedenfalls euphorisch zu der mit Polizeischutz durchgeführten und von Mercedes gesponsorten Studie aus “gebündelter wissenschaftlicher Kompetenz” (Söder).
PS. 14% sind angeblich immun in Gangelt laut der gerade gelaufenen Pressekonferenz (ich hoffe der Antikörper von Streeck ist spezifisch) während wir bisher von 0,5% in dem Landkreis ausgingen. Der Link zu dem Report war auf land.nrw ist leider tot.
“Silver bullet” ist eigentlich übersetzt Wunderwaffe oder Königsweg. Ob die Corona-Epidemie zum Wegbereiter einer Klimawende wird? Mehre Twitter Beiträge heute verlinken auf einen medium Artikel von Brad Zarnett ” Das Problem ist nicht Plastik, nicht die Abholzung, nicht das Auslöschen einer Spezies oder der Biodiversität, es ist die Art und Weise wie wir unser Zusammenleben gestalten, wie wir Geschäfte machen und wie wir den Fortschritt messen”
https://twitter.com/BradZarnett/status/1245320838963920896
Something changed recently when I saw a map comparing the air over China before and after the country went into lockdown in an attempt to contain the COVID-19 Coronavirus. Slowly over the course of a week, I began to see the issue of climate change in a whole new light. … The path towards a stable climate will need to run through some kind of economic collapse. It will have nothing to do with a more sustainable business model or more progressive government action - both of those approaches have failed. Let's face it - people just don't feel the urgency to change how they live their lives and government is too weak and/or corrupt to lead the way.
Wir brauchen eine professionelle Priorisierung, Koordinierung und Kommunikation der Forschung zu Nicht-Pharmakologischen Interventionen (NPI). Ich unterstütze damit den Aufruf des QUEST Center (Quality, Ethics, Open Science, Translation), Berlin Institute of Health (BIH).
In der laufenden Pandemiesituation fehlen uns nach den weitreichenden und erstmal notwendigen Beschränkungen bevölkerungsbezogene Daten, die gebraucht werden, um die laufenden Massnahmen zu evaluieren und zu steuern. Die bisher einzigen populationsbasierten Daten in Deutschland finden sich in den Influenza Wochenberichten des RKI bei den in der 12. KW in 3 von 193 untersuchten Sentinelproben (1,6 %) SARS-CoV-2 identifiziert wurde.
Mein Vorschlag ist eine Ärzte Surveillance Studie, die Vorschläge von Lipsitch aufgreift und auf dem Konzept von Cowling aufsetzt. Dafür wird randomisiert eine nach Alter, Region und Geschlecht geschichtete Stichprobe von Ärzte:innen Haushalten gezogen. Eine solche Basiserhebung wird im übrigen auch von Cochrane/EBM und anderen Epidemiologen gefordert [1, 2, 3].
Ärzten/Ärztinnen kommt in der Pandemie-Situation eine besondere Bedeutung zu; sie eignen aber auch selbst als Untersuchungsgegenstand, da es unter den aktuellen Bedingungen große logistische Probleme für eine klassische epidemiologische Studie gibt. Nach dem Prinzip der bekannten Physicians' Health oder British Doctor Studies können in wenigen Tagen verlässliche Basiszahlen generiert werden können, ohne dass hier zusätzlich die Infektion durch Untersuchungsteams verbreitet wird.
Die Landesärztekammer würde dafür eine Zufallsstichprobe von ca 3.000 Ärzten/Ärztinnen in den Landkreisen ziehen und sie in einem Anschreiben bitten, dass sie kurzfristig bei sich selbst und allen in ihrem Haushalt lebenden Personen Abstriche nehmen bzw die Serologie bestimmen. Ergänzt werden kann die Ziehung aus den Ärztehaushalten durch zufällig gezogene Probanden aus der jeweiligen Patientenkartei oder in der Nähe liegenden Adressen aus dem Einwohnermeldeamtsregister. Alle Ergebnisse werden umgehend in eine online Datenbank eingetragen, bei Positivbefund das Tracing an die zuständigen Gesundheitsämter übertragen.
Die Bereitschaft von Ärzten/Ärztinnen für ein solches Projekt dürfte hoch sein, zumal die Teilnehmer den Vorteil haben, ihren Teststatus zu erfahren. Für die epidemiologische Forschung werden die Daten anonymisiert.
Ein solches Survey kann in beliebigen Zeitintervallen wiederholt werden, um die zunehmende Durchseuchung beziehungsweise aufkommende Immunität zu messen. Zu klären bleiben juristische und ethische Fragen, Datenschutz sowie Finanzierung des Projektes.
Im Zug einer Recherche zu Wolfgang Wodarg habe ich über einen Welt Artikel einen interessanten Wikipedia Eintrag zu Gerd Postel gefunden:
Dennoch bewarb sich der 24-jährige Postel schon kurz darauf im September 1982 als Dr. med. Dr. phil. Clemens Bartholdy um eine ausgeschriebene Stelle als stellvertretender Amtsarzt in Flensburg.
…
Unechte Urkunden bestätigten scheinbar seine Angaben zu Prüfungsergebnissen und Berufsweg, Andere Unterlagen fehlten zwar, da Postel aber zuvor Kontakt zu Amtsleiter Wolfgang Wodarg aufgebaut hatte und man sich sympathisch war, wurde er eingestellt.Unter Postel sank die Quote der psychiatrischen Unterbringungen auf Antrag hin von über 95 % auf lediglich 10 %.
…
Auch seine Leistungen während der Probezeit in der Zschadraßer Psychiatrie wurden vom damaligen Krankenhausleiter Horst Krömker als "überdurchschnittlich" beurteilt. Postel meinte hierzu "Wer die Dialektik beherrscht und die psychiatrische Sprache, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn dann in das Gewand des Akademischen stecken".
Bisher stand ja vor allem das Konzept des/der Super Spreaders im Vordergrund.
Ich denke aber mittlerweise , dass Super Spreader Events relevanter sind für die Ausbreitung einer Epidemie als eine einzelne Person.
Eine weitere Liste
https://petapixel.com/2020/03/23/these-are-the-finalists-of-nikons-surf-photo-of-the-year-2020/
To answer that question, I am just examining one of my own papers in which I am contradicting most earlier research.
Unfortunately, the scite results are disappointing, if not to say useless …

In der Provinz Hubei leben rund 60 Millionen Menschen. Der totale Shut-Down hat das Schlimmste verhindert, nach einem Vierteljahr Quarantäne kann dort nun Schritt für Schritt zum Normalzustand zurückgekehrt werden. Statt Shut-Down strebt Deutschland an, die Kurve flach zu halten. Um die Zahl der Intensivpatienten unter der Zahl der Beatmungsgeräte zu halten, muss sich die flache Kurve über vier Jahre erstrecken. Das wird von Anfang an nicht gelingen. Die “Kurve flach halten” ist eine Todesfalle, die Zehntausende mit ihrem Leben bezahlen werden.
Deutschland macht so ziemlich alles falsch:
– In China wurden 3/4 der Coronapatienten von Familienangehörigen infiziert. Nachdem dies erkannt wurde, trennte man sofort Infizierte von ihren Familien und brachte sie in Großlazarette. Dort kamen sie nur voll genesen wieder raus, oder tot.
– Hierzulande werden Infizierte in “häusliche Quarantäne” geschickt. Konkret sieht das so aus: Papa liegt mit Corona auf der Couch, der Sohnemann hängt mit Kumpels in der City ab. Finde den Fehler. Zudem: manchen halten sich nicht an die “häusliche Quarantäne”.
– tausende Ärzte und Pfleger wurden in China infiziert, weil anfangs nicht klar war, womit man es zu tun hatte. Das ungeschützte medizinische Personal hat es voll erwischt, aber schon wenn einfache Masken getragen wurden, gab es beim medizinischen Personal weniger Infizierte. Erst recht vermindert eine einfache Gesichtsmaske oder ein Schal das Risiko, dass ein bereits Infizierter, der noch nichts von seinem Pech weiß, andere ansteckt. Noch immer verbreiten RKI, BMG und Medien die FAKE NEWS, Gesichtsmasken würden nicht schützen. Deutschland ist das einzige Land der Welt, in dem Gesichtsmasken als überflüssig verspottet werden.
– in China und den anderen asiatischen Ländern wurde massiv getestet. Hierzulande rutschen zehntausende Infizierte unter dem Radar hindurch, weil Testkapazitäten fehlen.
– noch bis gestern landeten in Frankfurt tägliche mehrere Flugzeugen aus Teheran. Den aus durchseuchten Regionen Geflüchteten wurde lediglich eine “Fluggast-Aussteigekarte” ausgehändigt, mehr nicht. Keine weiteren Kontrollen.
Die holländisch-britische Herdimmunität war von Anfang an ein schlechter Witz, die europäische #FlattenTheCurve Strategie muss bis zur Verfügbarkeit von Impfstoff oder Spontandegeneration des Virus durchgehalten werden. Mit einem radikalen Shutdown wäre der Alptraum allerdings in 4 Wochen vorbei.
https://twitter.com/EricTopol/status/1241094172074885120 21/3/20

