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Task Force Epidemiologie COVID-19

Wir brauchen eine professionelle Priorisierung, Koordinierung und Kommunikation der Forschung zu Nicht-Pharmakologischen Interventionen (NPI).  Ich unterstütze daher den Aufruf des QUEST Center (Quality, Ethics, Open Science, Translation), Berlin Institute of Health (BIH).

In der laufenden Pandemiesituation fehlen uns nach den weitreichenden und absolut notwendigen Containment Massnahmen bevölkerungsbezogene Daten, die gebraucht werden, um die laufenden Massnahmen zu evaluieren und zu steuern. Die einzigen bisher populationsbasierten Daten in Deutschland finden sich in den Influenza Wochenberichten des RKI bei den in der 12. KW in 3 von 193 untersuchten Sentinelproben (1,6 %) SARS-CoV-2 identifiziert wurde.

Mein Vorschlag ist daher eine Ärzte Surveillance Studie, die Vorschläge von Lipsitch aufgreift und auf dem  Konzept von Cowling aufsetzt. Eine Ärztestudie wurde heute  in England am NHS gestartet. Während die britische Studie aber mehr arbeitsmedizinisch orientiert ist, geht die Planung hier zu einer randomisierten, nach Region geschichteter Stichprobe von Ärzten/Ärztinnen in eigener Praxis.

Es gibt unter den aktuellen Bedingungen große logistische Probleme für eine klassische epidemiologische Studie, wobei nach dem Prinzip der bekannten Physicians’ Health oder British Doctor Studies in wenigen Tagen verlässliche Basiszahlen generiert werden können, ohne dass hier zusätzlich Virus verbreitet wird.

Die Landesärztekammer müsste dafür eine Zufallsstichprobe von ca 3.000 Ärzten/Ärztinnen ziehen und sie in einem Anschreiben bitten, dass sie kurzfristig bei sich selbst und in ihrem Haushalt lebenden Personen Abstriche nehmen bzw die Serologie bestimmen. Ergänzt werden kann die Ziehung aus den Ärzte-haushalten durch weitere zufällig gezogene Probanden aus ihrer Patientenkartei. Alle Ergebnis werden direkt in eine online Datenbank eingetragen. Die Bereitschaft von Ärzten/Ärztinnen für ein solches Projekt dürfte hoch ein, zumal alle Teilnehmer den Vorteil haben, ihren Teststatus zu erfahren.

RKI und Gesundheitsämter bekommen vollen Datenzugriff, für die epidemiologische Forschung werden die Daten anonymisiert. Ein solches Survey kann in beliebigen Zeitintervallen wiederholt werden, etwa wenn zusätzliche Fragen aufgekommen sind oder weil die zunehmende Durchseuchung oder Immunität gemessen werden soll.

Zu klären bleiben juristische und ethische Fragen, Datenschutz sowie Finanzierung der Assays. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen!

Hochstapler

Im Zug einer Recherche zu Wolfgang Wodarg habe ich über einen Welt Artikel einen interessanten Wikipedia Eintrag zu Gerd Postel gefunden:

Dennoch bewarb sich der 24-jährige Postel schon kurz darauf im September 1982 als Dr. med. Dr. phil. Clemens Bartholdy um eine ausgeschriebene Stelle als stellvertretender Amtsarzt in Flensburg.

Unechte Urkunden bestätigten scheinbar seine Angaben zu Prüfungsergebnissen und Berufsweg, Andere Unterlagen fehlten zwar, da Postel aber zuvor Kontakt zu Amtsleiter Wolfgang Wodarg aufgebaut hatte und man sich sympathisch war, wurde er eingestellt.Unter Postel sank die Quote der psychiatrischen Unterbringungen auf Antrag hin von über 95 % auf lediglich 10 %.

Auch seine Leistungen während der Probezeit in der Zschadraßer Psychiatrie wurden vom damaligen Krankenhausleiter Horst Krömker als „überdurchschnittlich“ beurteilt. Postel meinte hierzu „Wer die Dialektik beherrscht und die psychiatrische Sprache, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn dann in das Gewand des Akademischen stecken“.

Super Spreading Events

Bisher stand ja vor allem das Konzept des/der Super Spreaders im Vordergrund. Ich denke  aber mittlerweise , dass Super Spreader Events noch relevanter sind für die Ausbreitung einer Epidemie als eine einzelne Person.

  • Ischgl Apres Ski Bar Kitzloch
  • Champions League Spiel Atalanta Bergamo
  • Gangelt (Heinsberg) Faschingssitzung
  • Kirchenkonzert Kupferzell
  • Club Trompete Berlin
  • Mulhouse Pfingstgemeindetreffen
  • Starbierfest Mitterteich
  • Restaurant der Princess Diamond
  • Ärztebesprechung Wuchang, China
  • Shincheonji Kirche, Südkorea

Finde den Fehler

Daniel Matt

In der Provinz Hubei leben rund 60 Millionen Menschen. Der totale Shut-Down hat das Schlimmste verhindert, nach einem Vierteljahr Quarantäne kann dort nun Schritt für Schritt zum Normalzustand zurückgekehrt werden. Statt Shut-Down strebt Deutschland an, die Kurve flach zu halten. Um die Zahl der Intensivpatienten unter der Zahl der Beatmungsgeräte zu halten, muss sich die flache Kurve über vier Jahre erstrecken. Das wird von Anfang an nicht gelingen. Die “Kurve flach halten” ist eine Todesfalle, die Zehntausende mit ihrem Leben bezahlen werden.
Deutschland macht so ziemlich alles falsch:
– In China wurden 3/4 der Coronapatienten von Familienangehörigen infiziert. Nachdem dies erkannt wurde, trennte man sofort Infizierte von ihren Familien und brachte sie in Großlazarette. Dort kamen sie nur voll genesen wieder raus, oder tot.
– Hierzulande werden Infizierte in “häusliche Quarantäne” geschickt. Konkret sieht das so aus: Papa liegt mit Corona auf der Couch, der Sohnemann hängt mit Kumpels in der City ab. Finde den Fehler. Zudem: manchen halten sich nicht an die “häusliche Quarantäne”.
– tausende Ärzte und Pfleger wurden in China infiziert, weil anfangs nicht klar war, womit man es zu tun hatte. Das ungeschützte medizinische Personal hat es voll erwischt, aber schon wenn einfache Masken getragen wurden, gab es beim medizinischen Personal weniger Infizierte. Erst recht vermindert eine einfache Gesichtsmaske oder ein Schal das Risiko, dass ein bereits Infizierter, der noch nichts von seinem Pech weiß, andere ansteckt. Noch immer verbreiten RKI, BMG und Medien die FAKE NEWS, Gesichtsmasken würden nicht schützen. Deutschland ist das einzige Land der Welt, in dem Gesichtsmasken als überflüssig verspottet werden.
– in China und den anderen asiatischen Ländern wurde massiv getestet. Hierzulande rutschen zehntausende Infizierte unter dem Radar hindurch, weil Testkapazitäten fehlen.
– noch bis gestern landeten in Frankfurt tägliche mehrere Flugzeugen aus Teheran. Den aus durchseuchten Regionen Geflüchteten wurde lediglich eine “Fluggast-Aussteigekarte” ausgehändigt, mehr nicht. Keine weiteren Kontrollen.

 

Die holländisch-britische Herdimmunität war von Anfang an ein schlechter Witz, die europäische #FlattenTheCurve Strategie muss bis zur Verfügbarkeit von Impfstoff oder Spontandegeneration des Virus durchgehalten werden. Mit einem radikalen Shutdown wäre der Alptraum allerdings in 4 Wochen vorbei.

 

https://twitter.com/EricTopol/status/1241094172074885120 21/3/20

https://twitter.com/EricTopol/status/1241094172074885120 21/3/20
https://twitter.com/BerlandaScorza/status/1240682043748405248/photo/1 21/3/2020

weitere Szenarios

Wenn Kirchen vorübergehend schliessen müssen

Es passierte nur einmal vor 100 Jahren, dass die Kirchen vorübergehend wegen einer Pandemie schliessen mussten. Dabei geht es eigentlich nicht um Kirchenschliessungen, Gotteshäuser kann man offen lassen, es geht um Veranstaltungen und Gottesdienste, bei der Menschen die Infektion weitergeben können.

Schulen und Kitas in Bayern sind diese Woche geschlossen. Auch der Kirchenvorstand meiner evangelischen Gemeinde setzte letzte Woche alle Veranstaltungen aus, ebenso die katholische Kirche im Ort, nachdem das Erzbistum München Freising in der letzten Woche alle Gottesdienste zentral abgesagt hat.

Nur die evangelischen Dekanate bis hinauf zum Landesbischof und EKD Vorsitzendenden tun sich schwer mit dieser einfachen Entscheidung.

Der Regionalbischof schreibt mir zwar, sie würden die Sorgen der Menschen ernst nehmen, aber die Empfehlung, die dann anschliessend an die Gemeinden verschickt wird, widerspricht nicht nur jeder medizinischen Empfehlung sondern auch dem gesunden Menschenverstand: “Wir empfehlen, wie bisher Gottesdienste anzubieten und dabei auf größeren Sitzabstand zu achten; gegebenenfalls auch eine Beschränkung der Teilnehmendenzahl”.

Der Landesbischof verteilt dazu Durchhalteparolen auf Twitter und ekd.de “Gott hat uns nicht gegeben ein Geist der Furcht”.

 

 

Mein Einwand, auch in Korea wurde die Infektion primär über eine Kirche verbreitet, wird  von @EKD auf Twitter geblockt… Ich finde: Bedford-Strom hätte besser auf dem Tempelberg etwas weniger, dafür jetzt aber etwas mehr Furcht gezeigt..

In dem Zusammenhang auch noch Niebuhr zitieren  als Beleg für Gelassenheit, Mut und Weisheit, ist auch etwas skurill. Reinhold Niebuhr (1892-1971) war 1918 Pfarrer in Detroit / Michigan als die spanische Grippe wütete. Er schreibt in Faith and history, Scribners 1949 auf S.199 ff

This negative attitude toward the structures and institutions of social and political life is integral to a wide tendency in Christian thought … An individualistic and pietistic version of the Christian faith obscures the moral and social meaning of human existence and evades man’s responsibility for achieving a tolerable accord with his neighbors … If Lutheranism gives a classical expression of the error in Christian thought, derived from the fact that the individual transcends every social structure and community and is therefore tempted to regard its moral ambiguities as proof of the unredeemable character of man’s social existence, both Catholicism and Calvinism are safe against this error. They have a lively sense of the individual’s responsibility for the whole of his common life.

Diese negative Haltung gegenüber sozialen, politischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen scheint also in einer gewissen protestantischen Tradition zu liegen.

 

16.3.2020 11:30

https://www.bayern-evangelisch.de/wir-ueber-uns/vorsichtsmassnahmen_corona.php 16/3/20 11:30

Die ELKB hat endlich reagiert, allerdings nicht gestern, wie auf der Webseite steht, sondern erst vor 1 Stunde.

 

19.3.2020

zeit.de

Mulhouse wurde früh zum Zentrum der Corona-Epidemie in Frankreich. Der Grund ist wahrscheinlich, dass sich eine evangelikale Vereinigung der Pfingstgemeinde dort Ende Februar eine Woche lang zum gemeinsamen Fasten und Beten getroffen hat. Zu diesem Zeitpunkt wusste man auch in Frankreich schon gut über das Virus Bescheid, doch Großveranstaltungen waren noch nicht verboten. Mehr als 2.000 Gläubige sind aus Frankreich, der Schweiz, Belgien und Deutschland angereist – und haben dem Virus damit einen Kickstart beschert. Besonders fatal: Es gab keine Teilnehmerlisten. Etwa drei Wochen später sind offiziell bereits 1.820 Menschen in der Region Grand Est rund um die Stadt Mulhouse infiziert.

Inkubationszeit des Coronavirus

Mit Inkubationszeit wird üblicherweise der Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem Krankheitserreger bis zum Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen bezeichnet.

Nur Kontakt löst keine Inkubation aus. Erst wenn sich der Erreger vermehrt, startet die Inkubationszeit (incubare, lat. brüten). Die Inkubationszeit hängt primär von vier Faktoren ab – erstens Konstitution bzw primäre Immunabwehr des Infizierten, zweitens Eintrittstelle, drittens Zahl der initialen Viruspartikel und viertens die Pathogenität, Virulenz oder Infektiosität des Virus. Wikipedia hat unterschiedliche Beispiele

Das Poliovirus vermehrt sich in den lymphatischen Geweben des Verdauungstrakts. Nach einer bis zwei Wochen kann es dann zu unspezifischen Symptomen wie Fieber und Gliederschmerzen kommen… etwa eine halbe Woche später kann dann das volle Krankheitsbild der Kinderlähmung folgen.
Bei der Tollwut hängt die Dauer der Inkubationszeit von der Lokalisation des Bisses ab, mit dem das Virus übertragen wurde. Je länger sein Weg entlang der peripheren Nerven ins Gehirn, desto länger die Inkubationszeit.

Die Inkubationszeit bei 2019-nCOV beträgt 3 bis 14 Tage, deshalb werden Verdachtsfälle auch zwei Wochen isoliert. Die 14 Tage sind allerdings nicht sicher.

Die Inkubationszeit beim neuen Coronavirus könnte Analysen zufolge in seltenen Fällen sogar bis zu 24 Tage betragen und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl drei Tage und damit weniger als die bisher angenommenen gut fünf Tage, ergab eine Auswertung des Experten Zhong Nanshan nach Angaben der China Daily. Der Leiter des nationalen Expertengremiums zur Eindämmung der Lungenkrankheit hatte mit seinem Team 1099 Fälle aus 552 Krankenhäusern in China untersucht. … Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunächst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnisse seien, kommentiert der Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité die Analyse in China. „Eine häufige Fehlerquelle bei scheinbar sehr langen Inkubationszeiten ist eine unbemerkte zwischenzeitliche Exposition.“ Nur unter sehr kontrollierten Bedingungen lasse sich ausschließen, dass Betroffene dem Erreger mehrfach hintereinander ausgesetzt waren.

Die sehr unterschiedliche Zeitangaben zur Inkubationszeit hängt von der Variation dieser vier Faktoren ab. Wenn wir davon ausgehen, dass die aktuelle Virusvariante dieselbe Virulenz hat wie in Wuhan, dann bestimmen wohl die ACE2 Oberflächenstrukturen auf unseren Zellen Infektiosität und initiale Vermehrung.

Quelle https://medium.com/@edwardnirenberg/sars-cov-2-and-the-lessons-we-have-to-learn-from-it-e2017fd5d3c 9/3/2020

Wer allerdings nur nach Krankheitsbeginn Quarantäne verordnet, kommt zu spät, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhinden.

Bei Reisenden aus Coronavirus-Endemie-Gebieten reicht ein symptom- und kontaktbasiertes Screening alleine offenbar nicht aus, um eine Infektion auszuschließen. Das zeigen die Erfahrungen der Passagiere, die am 1. Februar aus Wuhan nach Deutschland evakuiert wurden. Zwei der Patienten hätten ohne Rachenabstrich und ohne Quarantäne in Deutschland möglicherweise weitere Personen angesteckt.

Leider sieht das Robert Koch Institut bisher keine flächendeckende, wiederholte Tests ausserhalb von Arztpraxen vor, während Baden Württenberg aber bereits Drive In Tests eingeführt hat. Das RKI (Stand 9.3.2020) bleibt dazu vage

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ höher. … Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. … Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie sollten durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden.

Infektionen möglichst früh erkennen, ohne dass ein flächendeckender PCR Nachweis angeboten wird? Es ist zu befürchten, dass eine  Pandemie so nicht eingedämmt werden kann. In Korea scheinen Tests ein wichtiger Faktor zur Steuerung gewesen zu sein.

Quelle https://twitter.com/JohannaMaska/status/1237186360265469952 vom 10/3/20

Das Ziel aller Massnahmen ist es, die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Zeit zu gewinnen, um Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen aufzubauen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen.  Das RKI erklärt 3 Klassen von Kontaktpersonen, aber auch hier ist immer nur von Erkrankten, aber nicht infizierten Personen in der Inkubationsphase die Rede.

Bleibt die Frage, wie ansteckend Personen in der Inkubationszeit sind. Leider gibt es darauf bisher keine  Antwort, sondern nur Abschätzungen.

Die Basisreproduktionszahl R0* liegt bei 2.25, dh 1 Infizierter steckt 2.25 Personen an (eine noch nicht überprüfte Arbeit sagt allerdings 4.7). Zur Eindämmung muss R0 aber unter 1 gesenkt werden. Simulationen zeigen, dass in den meisten Szenarien “contact tracing and case isolation” innerhalb 3 Monaten COVID-19 stoppen kann; offensichtlich gelingt das gerade in China.

In Deutschland war “contact tracing” bei den Webasto Fällen noch möglich, mit zunehmenden Erkrankungsfällen unterbleibt die Rückverfolgung aber immer mehr aus logistischen Gründen und macht zudem die Risikoabschätzung über Herkunft aus Endemiegebiet immer weniger sinnvoll, wenn die Erkrankung schon vor Ort endemisch auftritt.