Tag Archives: COVID-19

Übersterblichkeit

https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

Das Thema COVID-19 Übersterblichkeit interessiert in der Öffentlichkeit nicht mehr groß, ausgenommen einiger SZ Redakteure — vermutlich weil die aktuellen Infektionsraten wieder niedrig und die Klinken voll, aber nicht überbelegt sind.
Für Epidemiologen ist die Übersterblichkeit aber dennoch alarmierend – auch wenn es keine direkten Coronatoten sind (wie in meinem nächsten Artikel in BMC über die Case fatality). Natürlich gibt es auch indirekte Todesfälle, etwa durch verpasste Therapien, dazu kommen andere Infektionen,  Hitzewelle im Sommer oder auch psychosoziale Nachwirkung durch die Lücke welche die Corona Sterbefälle hinterlassen haben.
Was jedoch sehr wahrscheinlich ist, sind  dazu auch Todesfälle durch Long Covid

We show that, beyond the first 30 d after infection, individuals with COVID-19 are at increased risk of incident cardiovascular disease spanning several categories, including cerebrovascular disorders, dysrhythmias, ischemic and non-ischemic heart disease, pericarditis, myocarditis, heart failure and thromboembolic disease.

Leider ist die Datenlage in Deutschland zu schlecht, um diese  Auswertung aus den USA zu wiederholen. Impfen hat jedenfalls vor Tod geschützt – so auch das Ergebnis der SZ Auswertung – aber auch nach Impfung gibt es leichte Verläufe die noch Opfer fordern.

Die indirekten tödlichen Folgen der Corona-Infektion kann die Impfung hingegen weniger gut abwenden, weil sie leichte Verläufe nicht verhindern kann. „Auch eine leichte Corona-Erkrankung birgt noch ein Jahr nach der Infektion ein erheblich erhöhtes Risiko für Herzprobleme“, sagt Martin Korte.

Virchow’s experiences with epidemics radicalized him

Ed Yong speaks from the bottom of my heart in his Atlantic essay “What Even Counts as Science Writing Anymore?

Virchow’s experiences with epidemics radicalized him, pushing the man who would become known as the “father of pathology” to advocate for social and political reforms. COVID-19 has done the same for many scientists. Many of the issues it brought up were miserably familiar to climate scientists, who drolly welcomed newly traumatized epidemiologists into their ranks. In the light of the pandemic, old debates about whether science (and science writing) is political now seem small and antiquated. Science is undoubtedly political,

Vitamin D and COVID-19

Here is the ultimate and comprehensive summary written by two of the best vitamin D experts – Martineau and Cantorna

 … lack of a consistent protective signal from RCTs reporting so far is reflected by the absence of any recommendation relating to prophylactic or therapeutic use of vitamin D for COVID-19 in guidelines from national or international bodies … If vitamin D does have favourable immunomodulatory effects in COVID-19, then demonstrating a meaningful clinical benefit of supplementation over existing standards of care is likely to become increasingly challenging, as ever more effective pharmacological therapies and vaccines emerge.

Not to be applied during a worldwide pandemic

The recent nature editorial (1) is certainly right that medicine’s evidence pipeline need to be fixed. The COVID-19 pandemic resulted in many wasteful clinical trials that were too small to produce useful results. Also highly ranked journals damaged their reputation while we have never seen before such a wave of corrections and retractions (2). 

Evidence based medicine itself failed as we needed to act fast without having any randomized clinical trial of virus spreading. The absence of evidence is not the evidence of absence. Unfortunately highly respected scientists turned out to fuel the infodemic and provided some politicians the arguments that they wanted to hear. The fundamental principles of evidence-based medicine has now some cracks as we could not decide based on studies (as we also do not have any study on the efficacy of parachutes).

We had millions of data points during the COVID-19 pandemic but we are still missing accurate surveillance. Epidemiological data from representative cohorts had the lowest funding priority, mobile communication networks were not sufficiently analysed, sequencing efforts came in only recently. Future science historians will have to decide if the pandemic could have been avoided; the extent it could have been mitigated or how treatment studies could have been better coordinated. 

We are now being rescued by the progress of vaccination programs and not by a dogmatic belief system. Maybe the package insert of evidence based medicine should include a warning – not to be applied during a worldwide pandemic. It looks like we need bold changes (3).

References

1. NN. Fix medicine’s evidence pipeline. nature. 2021;593:168.

2. Abritis A, Marcus A, Oransky I. An “alarming” and “exceptionally high” rate of COVID-19 retractions. Account Res. 2021 https://doi.org/10.1080/08989621.2020.1793675

3. Morgan OW, Aguilera X, Ammon A et al. Disease surveillance for the COVID-19 era: time for bold changes. The Lancet. 2021; in press 

Die Charité distanziert sich. Und die Universität Bonn?

Die Charité distanziert sich von Matthes und Willich

Die Charité in Berlin hat sich von Aussagen eines ihrer Stiftungsprofes­soren zu Nebenwirkungen nach einer Coronaimpfung distanziert. „Die Fakultät der Charité hat die Methodik der Onlineumfrage geprüft. Hierbei wurde festgestellt, dass diese Arbeit methodische Schwächen aufweist“, teilte ein Charité-Sprecher am Freitagabend mit.

Die Thesen von Harald Matthes, Stiftungsprofessor für Integrative und Anthropo­sophische Medizin an der Charité, hatten vor einigen Wochen viel Aufmerksamkeit bekommen. Er hatte nach Befragungen im Rahmen seiner sogenannten ImpfSurv-Studie behauptet, dass es eine Untererfassung an Nebenwirkungen beim zuständigen Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gebe.

Warum bringt das die Universität Bonn bei Streeck nicht fertig? Auch da lief wissenschaftlich alles schief soweit überhaupt etwas wissenschaftliches kam. Wird Wissenschaft immer mehr von  parteipolitischem Interesse vereinnahmt?

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat eine repräsentative Studie zum Immunisierungsgrad gegen Sars-CoV-2 in der Bevölkerung angekündigt. Das Bundesbildungsministerium stellt dafür drei Millionen Euro zur Verfügung … Geleitet wird sie vom Bonner Virologen Hendrik Streeck … Die repräsentative Stichprobe der Bevölkerung wird vom Umfrageinstitut Infratest dimap unter Nutzern des Bonussystems „Payback“ genommen.

Haben wir eigentlich in Deutschland keine Epidemiologen, dass  man nun einem unerfahrenen Virologen eine solche Studie überlässt?  Und haben wir nicht Millionen bereits für die Nako Kohorte ausgegeben aber  brauchen nun “Payback” Kunden?

Eine Antwort kommt von Stefan Huster, Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Evaluation der Pandemiemaßnahmen

Die Evaluation der Corona-Maßnahmen dürfte allerdings das Thema sein, das die Öffentlichkeit am meisten interessiert. Im Ausschuss gibt es unter den verbliebenen 17 Mitgliedern aber sechs Juristen. Ist das nicht eine aberwitzige Besetzung?

Juristischer Sachverstand ist schon wichtig, auch wenn er vielleicht etwas überrepräsentiert ist. Wir sollen nach dem gesetzlichen Auftrag ja auch Vorschläge für eine Reform des Infektionsschutzgesetzes erarbeiten. Für die Evaluation der einzelnen Maßnahmen aber war die Kommission von Anfang an zu dünn aufgestellt.

Bis zu Drostens Austritt gab es im Ausschuss immerhin drei Virologinnen und Virologen. Aber aus der Epidemiologie, deren Kerngebiet die Ausbreitung von Krankheiten ist, gab und gibt es niemanden.

Die Kommission wurde 2021 je zur Hälfte vom damaligen Bundestag und der damaligen Bundesregierung besetzt, beim Bundestag zudem nach Parteienproporz. Niemand hat die Besetzung koordiniert, das merkt man leider. Wir bräuchten neben Epidemiologen unbedingt auch mehr Manpower, um die notwendige Literaturrecherche stemmen zu können. Auch der Zeitdruck ist enorm.

Aber wie die SZ kommentiert – genau die hätte man sich von der Kommission erwartet. Epidemiologie RIP.

Verstehen muss man das nicht

Ex-Kollege Christoph Klein im Neewsfeed letzte Woche (zusammen mit Johannes Hübner)

Dagegen die LGL Daten heute: Kinder hatten noch nie eine höhere Inzidenz in der Bevölkerung seit Beginn der Pandemie. Continue reading Verstehen muss man das nicht

Die Schattenpandemie in Afrika

mehr zu der Situation in Afrika – ein wichtiger Artikel im  Freitag – zu den weithin unsichtbaren indirekten Folgen der Pandemie

Allein in Afrika leben 26 Millionen Menschen mit HIV, von denen pro Jahr Hunderttausende daran sterben. Und die für Kinder und Babys besonders gefährliche Malaria fordert alljährlich fast 400.000 Menschenleben. Das sind große Zahlen, und doch waren sie schon viel größer – nur durch einen enormen gesundheitspolitischen Kraftakt war es gelungen, sie zu senken. Unter den Bedingungen der Pandemie aber suchen viele Leute kein Krankenhaus mehr auf. Einer Untersuchung des in Genf ansässigen Globalen Fonds zufolge gingen in Afrika und Asien die pränatalen Vorsorgeuntersuchungen von April bis September 2020 um zwei Drittel zurück.

Lesenswert!

Übersterblichkeit zwischen den Corona Wellen

Mit der destatis PM Nr 563 gehe ich davon aus, dass es in der Tat eine Übersterblichkeit in Deutschland gab, d.h. dass in den gemessenen Zeitspannen die Zahl der Sterbefälle signifikant über der durchschnittlichen Zahl der Sterbefälle des vorangegangenen Vergleichszeitraums lag.

Die Erklärung umfasst

  • nachlaufende Todesfälle zB durch Grippe bei nachlassender Infektionsprophylaxe nach der Welle
  • vorgezogene Todesfälle zB Personen die ohne das Auftreten der Corona-Welle infolge von Vorerkrankungen oder altersbedingt schon früher gestorben wären
  • reduzierte Therapieangebote während der vorangegangenen Welle etwa durch ausbleibende Therapie onkologischer oder kardiovakulärer Erkrankungen
  • eventuell auch noch ein geringer Meldeverzug

Die Frage ist ohne Zusatzstudien nicht einfach zu beantworten, ein Zusammenhang mit der Impfung ist aber praktisch ausgeschlossen.

 

The anti-Vaxxers – a disturbing video

Sorry about J.D. –  the German lady at 6:28 – history is not repeating itself right now. There is no police state in Berlin/Brandenburg. We have no world war II situation, there are just a couple of strange science and vaccine deniers.

Datenschutz

Zitat aus einem Interview mit Claus-Dieter Heidecke (IQTIG)

Wie bewerten Sie die Rolle des Datenschutzes in Deutschland?
Der Datenschutz hat natürlich absolut seine Berechtigung. Aber er muss sich stets an den Interessen der Patientinnen und Patienten orientieren und nicht an sich selbst. Beim Implantateregister, zum Beispiel, hat der Datenschutz dazu geführt, dass man die eingetragenen Daten nicht mit Daten der Qualitätssicherung verknüpfen kann. Jetzt kann man zwar Patienten identifizieren, denen ein fehlerhaftes Implantat eingesetzt wurde, man kann die Daten aber nicht für die Qualitätssicherung auswerten. Das halte ich für eine Fehlkonstruktion.

Genauso ist es mit dem DIVI Register. Obwohl ich das Register damals dem RKI vorgeschlagen hatte, konnte ich hinterher trotz mehrfacher Anfrage die Daten nie zu einer Auswertung haben.

Auch so eine Fehlkonstruktion die im Gegensatz zu Knieimplantaten aber vielen Menschen das Leben gekostet hat.

Deutsche Behörden sind nicht gut im Problemlösen aber sehr gut im sturen Anwenden von Regeln.

Eine harmlose Frage

Eine harmlose Frage auf Twitter gestern …

Nein, das wusste ich nicht.

Der Aufruf kommt von  der “Initiative Familie“, einem Verein von  Corona Massnahmenkritikern. Von Kries ist nun der vierte im Club der LMU CMK nach Johannes HübnerGöran Kauermann und Ulrich Mannsmann (der Begriff “Coronaleugner” ist abmahnbar, daher nehme ich jetzt die Abkürzung CMK als Kürzel für Corona  Massnahmen Kritiker).

Kein Handlungsdruck Kinder zu schützen” oder Zitat “eine Impfpflicht bei Jugendlichen ist absurd … die Jugendliche erkranken nicht schwer … es gibt keine Verpflichtung zum Impfen … es ist nicht das Entscheidende zum Überleben unserer Republik … wenn sich 61% natürlich immunisieren wird das weder das Krankenhaussystem zum Zusammenbrechen bringen noch wird es dem Menschen in grösserem Mass Schaden zufügen”.

Alle Kommentare sind ganz im  O-Ton “Kinderärztliche Praxis“, wo von Kries über Masseninfektion von Kindern schwadronierte

Das einzig Gute an dem COVID-19-Erreger ist es, dass Kinder und junge Erwachsene selten schwer erkranken. Da überrascht es, dass die Politik die Option eines kontrollierten Aufbaus der Herdenprotektion zunächst bei Kindern und deren Eltern gar nicht diskutiert wird.

USA Stand heute hat über 6 Millionen infizierte Kindern mit fast 17.000 hospitalisierten Kindern und 636 Todesfälle. Die Long-Covid Rate dabei ist unbekannt. Und was ist mit Kindern die Tumore haben?

Die Arroganz des Kollegen kenne ich von einer früheren Kooperation aber auch einer gemeinsamen Prüfung an der Fakultät. Und nicht zuletzt als er uns als Vorsitzender einer BMBF Kommission eine Multicenter Studie zu Vitamin D bei Neugeborenen abgelehnt hat (2009 VIT-AL “wir geben das doch schon lange”).

Die Stiko manövriert sich immer mehr ins Abseits wenn Mertens dann ganz im Sinn von Kries auch noch behauptet, dass die Rolle von Kindern in der COVID-19 Pandemie überbetont sei. Ich meines, es ist allemal besser beim CDC oder bei der EMA  nachzuschauen wenn man aktuelle Informationen braucht. Sowohl CDC und EMA befürworten im übrigen die Impfungen von Kindern.

 

10.3.2022

Von Kries ist nun endgültig in der WELT angekommen

In einem offenen Brief an die Bundesregierung fordern Rüdiger von Kries, Epidemiologe und Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko), und Peter Walger, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH).  Die Gruppe fordert ein sofortiges Ende von Masken- und Testpflicht in Kitas und Schulen und eine Abkehr von der sogenannten S3-Leitlinie für die Pandemiebekämpfung an Schulen.

Virus reactivation

A recent Nature study showed Ebola reactivation in a previously infected patient:

The 2021 lineage shows considerably lower divergence than would be expected during sustained human-to-human transmission, which suggests a persistent infection with reduced replication or a period of latency.

The most recent viral genome shared 10 substitutions that evolved during the previous epidemic making it unlikely that there was a new animal spillover event. I always wondered how second & third wave of COVID-19 started in Germany. Was it really a new spread or just a reactivation? A Frontiers review concluded from the existing literature that

our study, consisting more than a total of 113,715 patients, indicates that the RP-SARS-CoV-2 scenario occurs plausibly due to reactivation, reinfection, viral shedding, or testing errors.

So far, there are 240 documented COVID-19 cases of reinfection reported worldwide according to the reinfection tracker. In the case of Ebola there is a known viral persistence in semen while  transmission through milk and cervicovaginal fluid is also possible (similar for COVID-19 although neuronal persistence seems to be more relevant). Maybe we need more immunological studies particular in long COVID if there is a continuous or intermittent antigenic stimulation due to persistence of an antigenic reservoir.

The fourth wave in Germany is caused by the delta variant, reactivation of alpha is certainly not a major factor. So we will only know in the next few years if reactivation is responsible for small regional outbreaks in unvaccinated communities.

COVID19 Testzentren oder reicht ein COVID19 Selbsttest?

Bei einer Radtour von München nach Berlin Ende Juni 2021 habe ich wegen einschlägiger Vorschriften für Hotels und Campingplätze fast täglich ein neues Testzentrum gesucht.

Bei den insgesamt 7 Schnelltests gab es dabei in jedem Bundesland andere Regelungen – einmal durfte ein Test nur 24h alt sein, dann wieder 72h oder es gab wie in Berlin überhaupt keine Testpflicht.

An einer Rezeption bekam ich selbst das Testkit in die Hand. Einmal sollte ich nur an dem Stäbchen lutschen, zweimal wurde nur die vordere Nasenhöhle abgestrichen, zweimal die Tonsillen; einmal war es nur eine kurze Schleimhautberührung, einmal wurde mir fast ein Loch in die Rachen hinterwand gebohrt.

 

 

Nürnberg eurofins 21Dx Zentrum 25.6.2021: Das Zentrum ist besonders gut in Erinnerung geblieben weil  es im Nieselregen im Freien 5 Anläufe gebraucht hat auf einem Handy eine Webseite auszufüllen, die für ein Ipad aber nicht Iphone konstruiert war. Leider fiel dann auch noch der Webserver aus, so dass  mich der Test mit Umweg und Wartezeit fast 2 Stunden gekostet hat.
Berlin Kreuzberg Tarons Teststation 2.7.21 Die letzte und superfreundliche Teststation. Im übrigen waren alle Tests negativ was nach Impfung und AHA Regeln auch zu erwarten war.

 

Das Argument für die deutschen Testzentren war (trotz der bald erkannten Betrugsanfälligkeit), daß man Tests sonst nicht hätte flächendeckend ausrollen können.

Ich glaube allerdings dass das nicht so ganz stimmt. Schnelltests sind alle mit Barcode versehen, damit eindeutig registrier- und zuordenbar.  So funktioniert jedenfalls die Tiroler Methode, bei der auf einer Webseite selbst durchgeführte Tests mit ID eingetragen und damit entwertet werden.

Screenshot 16.7.2021 https://selbsttest.tirol/register

Vorteile dieser Methode:  genauso viel oder so wenig vertrauenswürdig wie die Testzentren, leicht überprüfbar ob die Nummer wirklich entwertet wurde, zentral auswertbare Tests und – siehe oben – technisch auch nicht schlechter als die Testzentrum, jedenfalls bei immenser Kosteneinsparung. Dazu kommt die Zeitersparniss,  besseren Datenschutz sowie keine zusätzliche Infektionsgefahr im Testzentrum.

WHO and miasma theory

Coming from asthma and air pollution research I have supported aerosol research and mask wearing during the COVID-19 pandemic long before the WHO.

 

But wait there is an historical background for the dumb hand washing videos promoted by Maria Van Kerkhove during the first months of the pandemic.

WIRED has the interesting story that goes far back into history.

Part of medical rhetoric is understanding why certain ideas take hold and others don’t. So as spring turned to summer, Randall started to investigate how Wells’ contemporaries perceived him. That’s how she found the writings of Alexander Langmuir, the influential chief epidemiologist of the newly established CDC. Like his peers, Langmuir had been brought up in the Gospel of Personal Cleanliness, an obsession that made handwashing the bedrock of US public health policy. He seemed to view Wells’ ideas about airborne transmission as retrograde, seeing in them a slide back toward an ancient, irrational terror of bad air—the “miasma theory” that had prevailed for centuries. Langmuir dismissed them as little more than “interesting theoretical points.”

 

Addendum 24 Nov 2022

two years later…

https://www.science.org/content/article/who-s-departing-chief-scientist-regrets-errors-debate-over-whether-sars-cov-2-spreads

COVID-19 Mortalität VII: ICUs in Deutschland

The COVID-19 disease burden in Germany in 2020—years of life lost to death and disease over the course of the pandemic
Dtsch Arztebl Int 2021; 118: 145-51; DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0147

Schilling J, Lehfeld A-S, Schumacher D et al. Krankheitsschwere der ersten COVID-19-Welle in Deutschland basierend auf den Meldungen gemäß Infektionsschutzgesetz. https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_S11_2020_Krankheitsschwere_COVID_19.html

Roedl K, Jarczak D, Thasler L et al. Mechanical ventilation and mortality among 223 critically ill patients with coronavirus disease 2019: A multicentric study in Germany. Australian Critical Care. 2020

Rieg S, Cube M von, Kalbhenn J, Utzolino S, Pernice K, Bechet L, et al: COVID-19 in-hospital mortality and mode of death in a dynamic and non-restricted tertiary care model in Germany. medRxiv 2020. https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.07.22.20160127v1

Karagiannidis C, Mostert C, Hentschker C, Voshaar T, Malzahn J, Schillinger G, et al: Case characteristics, resource use, and outcomes of 10 021 patients with COVID-19 admitted to 920 German hospitals: an observational study. The Lancet Respiratory Medicine 2020;8:853–862

Nachtigall I, Lenga P, Jóźwiak K, Thürmann P, Meier-Hellmann A, Kuhlen R, et al: Clinical course and factors associated with outcomes among 1904 patients hospitalized with COVID-19 in Germany: an observational study. Clinical Microbiology and Infection 2020. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1198743X20304936

Karagiannidis C, Windisch W, McAuley DF, Welte T, Busse R. Major differences in ICU admissions during the first and second COVID-19 wave in Germany. Lancet Respir Med. 2021 Mar 5:S2213-2600(21)00101-6. doi: Observational study of changes in utilization and outcomes in non-invasive ventilation in COVID-19
Christian Karagiannidis, Corinna Hentschker, Michael Westhoff, Steffen Weber-Carstens, Uwe Janssens, Stefan Kluge, Michael Pfeifer, Claudia Spies, Tobias Welte, Rolf Rossaint, Carina Mostert, Wolfram Windisch
doi: https://doi.org/10.1101/2021.03.28.21254477

J. Schüttler, J.M. Mang, L.A. Kapsner, S.A. Seuchter, H. Binder, D. Zöller, O. Kohlbacher, M. Boeker, K. Zacharowski, G. Rohde, J. Balig, M.O. Kampf, R. Röhrig, H.-U. Prokosch
Letalität von Patienten mit COVID-19: Untersuchungen zu Ursachen und Dynamik an deutschen Universitätsklinika. https://www.ai-online.info/online-first/letalitaet-von-patienten-mit-covid-19-untersuchungen-zu-ursachen-und-dynamik-an-deutschen-universitaetsklinika.html

 

Jürgen Klauber · Jürgen Wasem Andreas Beivers · Carina Mostert (Hrsg). Krankenhaus 2021. Report S. 296