City-Country-River

In1989, we compared the City of Munich and Upper Bavaria in a big study. Although we did not find so many differences, there is an increased interest now in city – urban differences. Another two papers appeared yesterday, one in ScienceVulnerability of the industrialized microbiota” and one in Environment InternationalUrban-associated diseases: Candidate diseases, environmental risk factors, and a path forward“. The latter study finds
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CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Wissenschaftsphilosophie ist für die Wissenschaftler ähnlich nützlich wie die Ornithologie für die Vögel

Ein alter FAZ Artikel Forschung über Wahrheiten hatte genau diese Feynman Zitat. Und machen wir uns nichts vor: Eigenartiger vergessen Wissenschaftler ganz schnell ihr Methodenarsenal wenn es um sie selbst geht…

Die Rolle der Philosophen kann dabei nur so weit normativ sein, als dass sie zu kritischer erkenntnistheoretischer Reflexion beitragen. "Die normative Rolle kann nicht sein, den Wissenschaftlern zu sagen: so solltet ihr arbeiten, denn das wäre anmaßend. Vielmehr ist interessant, die Forscher dazu zu bringen, darüber zu reflektieren, was sie tun." Philosophen können dabei helfen, Betriebsblindheiten der wissenschaftlichen Praxis aufzudecken, genau wie andersherum Wissenschaftler naive Sichtweisen der Philosophen entkräften können.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

VDR variants are associated with asthma

It is always nice to see an own study 15 years later appearing in a meta-analysis. A new paper in the Annals of Allergy, Asthma and Immunology now shows the results of 17 case-control studies.

Pooled odds ratio (OR) and 95% confidence interval of individual studies and pooled data for the association between TaqI polymorphism and asthma risk in overall populations and B for tt vs. TTof the TaqI variant.

We are in line #1…

Another nice paper on a genetic interaction is Vimaleswaran et al.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22686937

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Bonus Systeme in der Wissenschaft

Schon immer gab es Belohnungs- und Bonussysteme in der Wissenschaft – materielle Anreize (Gehalt, Bonuszahlungen) aber auch immaterielle Zuwendungen (Aufmerksamkeit, Ehrungen). Dabei ist es ja eines der grössten Privilegien überhaupt, mit eigener Vorstellung, Wissenschaft zu betreiben. Warum dann diese Anreize? Und warum einzelne Wissenschaftler besonders herausheben wo vieles nur noch im Team geht? So zu tun, als sei ihre Arbeit mehr wert als die anderer? Selbst wenn sie überhaupt nicht (mehr) mehr leisten, allenfalls ihr Institut? Sowohl was Intelligenz als auch was Motivation angeht, spielt sich hier sowieso alles im oberen Drittel der Gaußverteilung ab, von einigen extremen Outliern abgesehen, die einfach Naturtalente sind.

Robert Merton (1910-2003) hat sich schon 1968 darüber Gedanken gemacht “The Matthew effect in science: The reward and communication systems of science are considered“.

Der Effekt geht zurück auf das Gleichnis der anvertrauten Talente Silbergeld in Mt 25, 29. Drei Angestellte erhalten 5, 2 oder 1 Talent Silber (also bis zu 500.000€) und vermehren beziehungsweise bewahren das Silber auf, mit der Pointe Continue reading Bonus Systeme in der Wissenschaft

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Verändert Twitter die Wissenschaftslandschaft?

Immer mehr Tweets und immer mehr Likes heissen noch lange nicht gute Wissenschaft – nachhaltiges, reproduzierbares Wissen, Erkenntnisse und Einsichten, die systematisch gesammelt, überprüft, kategorisiert, erweitert und gelehrt werden.

Bisher war es jedenfalls weitgehend egal, was mit einem Artikel passierte. Wenn eine Zeitschrift einmal einen Artikel gedruckt hatte, dann war er gedruckt. Und ob er positiv oder negativ aufgenommen wurde, das zeigte sich dann über die kommende Jahre. Irgendwann wurde die neue Erkenntnis in Reviews aufgenommen, landete in einem Lehrbuch oder in einer Vorlesung, wenn sie allgemein akzeptiert wurde. Oder sie wurde schlicht vergessen. Continue reading Verändert Twitter die Wissenschaftslandschaft?

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Und noch ein evangelischer Theologe zur Klimakrise

Nach Zitaten von Ralf Frisch, Rochus Leonhardt und Bernd Beuscher hier noch die Zitate eines weiteren evangelischen Theologen, nämlich Ulrich Körtner (Wien), veröffentlicht auf evangelisch.de am 30.9.2019

Greta Thunberg wahlweise als humorlose Prophetin eines neuen Klimagottes oder als moderne Jeanne d’Arc zu etikettieren oder sie, wenn einem, wie Johannes Schneider in der Zeit, Anleihen in der griechischen Mythologie lieber sind, mit dem unverwundbaren Prometheus zu vergleichen, mag nicht ganz aus der Luft gegriffen sein.

nicht ganz aus der Luft gegriffen?

An der Bewegung Fridays for Future fällt wiederum ihre Wissenschaftsgläubigkeit auf. Nicht, dass ich die Seriosität der Klimaforschung und ihrer verschiedenen Szenarien grundsätzlich in Abrede stellen möchte, aber die ihr zugebilligte Rolle als Letztinstanz in politischen Fragen räumt ihr eine quasireligiöse Stellung ein.

Quasireligion schon wieder? Letztinstanz?

Der Einsatz für eine konsequente Klimapolitik ist nötig und sinnvoll. Die hehren Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens werden vermutlich dennoch nicht erreicht werden. Das Wachstum der Weltbevölkerung und ihr steigender Energiehunger werden die sich hoffentlich einstellenden Erfolge bei Klimaschutz wieder aufzehren.

Hehre Ziele? Aufzehren? Realitätsverlust?

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Of serendipity and science

This article was really different to get as the only online version vanished from the internet: ArthurKornberg “Of serendipity and science” Summer 1993, Stanford Medicine.

I like the story of the surgeon who,” while jogging around a lake, spotted a man drowning. He dove in, dragged the victim ashore, and resuscitated him. He resumed his jogging, only to see another man drowning. After he dragged the second one out, and got him breathing, he again wearily resumed his jogging. Soon he saw two more drowning. He also saw a colleague, a professor of biochemistry, nearby, absorbed in thought.
The surgeon called to the scientist to go after one drowning victim while he went after the other. When the biochemist was slow to respond, the surgeon shouted, “Why aren’t you do something?”
The biochemist responded, “I am doing something. I ‘m desperately trying to figure out who’s throwing all these people into the lake.”
This parable is not intended to convey a lack of regard for fundamental issues among clinicians, nor a callousness among scientists. Rather, it portrays the reality that a serious problem, a war on disease, must be fought on several fronts.

Kornberg continues

For thirty years, my research on biosynthesis of the building blocks of nucleic acids, their assembly in DNA replication and the training of over a hundred young scientists, was funded with many millions of dollars without any promise or expectation of marketable products or procedures.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Alarmismus und Glaubwürdigkeitsverlust (6000 Tote XXXIII)

Hans von Storch bezweifelt den Wert einer zu alarmistischen Position der Wissenschaft

Wenn sie stattdessen mit vereinfachten und simplifizierten Äußerungen - ähnlich Interessenverbänden - versuchten, eine Agenda im Namen des Guten durchzusetzen, würden sie den längerfristigen Erfolg ihrer Arbeit gefährden. Wer etwa Kohlekraftwerke als Todesfabriken bezeichne, riskiere beim Klimawandel einen ähnlichen Glaubwürdigkeitsverlust, wie dieser beim sogenannten Waldsterben nach 1990 stattgefunden habe. Overselling führe zu unmöglichen Zielvorgaben in der Politik, verringere die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und riskiere Glaubwürdigkeitsverluste der Wissenschaftler aufgrund von übertriebenen oder nicht zutreffenden Voraussagen…

Die schwierige Frage in der CO2 Klimadiskussion – aber auch vielen anderen wissenschaftlichen Kontroversen – was tun, wenn die Ergebnisse irgendwann eindeutig sind, aber der Rest der Welt es nicht wahr haben will? Ist es dann Alarmismus – eine unnötige oder übertriebene Warnung vor Problemen? Semmwelweis wusste, dass Tausende von Frauen wegen mangelnder Hygiene gestorben sind, es blieb ihm keine andere Wahl, als Alarm zu schlagen.

Addendum 3.1.2020

bpb zu Journalisten im Klimakrieg

Auf dem Rücken der Wissenschaft wird ein regelrechter Kulturkampf ausgetragen, dem Fakten zum Opfer fallen. Je nach politischer Haltung werden entweder die erheblichen Unsicherheiten der Ergebnisse der Klimaforschung oder die großen Risiken des Klimawandels außer Acht gelassen. Beides geht fehl: Bei der Klimatologie handelt es sich um “postnormale Wissenschaft”, hohe Risiken gehen unweigerlich einher mit großen Unsicherheiten.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Noch ein evangelischer Theologe zum Klimathema

Neben Ralf Frisch und Rochus Leonhardt gibt es noch einen dritten evangelischen Theologen, Bernd Beuscher (Evangelische Hochschule Rheinland-Pfalz).

Der selbsternannte Experte für Kanner/Asperger und für Weltklima-Fragen sagt in einem Vortrag auf der Jahreskonferenz für Schulseelsorge der EKKW und EKHN im März 2019, Zitat

.. als politische Anführerin und moralisches Vorbild ist sie eine gefährliche Fehlbesetzung. Hier ist im Gegenteil die besondere Begabung für die Kunst der Diplomatie gefragt. Deren buchstäblich langweilige Instrumente wie Geduld, Kompromiss und Kleinschrittigkeit bringen allerdings auf dem Markt der Aufmerksamkeit und der Demokratie kaum noch Quote. Greta Thunberg ist noch jung. Aber bald schon wird ihr dämmern, dass ihr als Protest gedachter Akt nur aktiver Teil der grassierenden gesellschaftlichen Parentifizierung ist, also der Verantwortungslosigkeit der Erwachsenen, die sie beklagt. Bisher war dies - zum großen Entsetzen der Vorläufer – noch immer die Vorstufe zu Terrorismus. Gott bewahre uns vor einer Weltrettungskirche der Selbstgerechtigkeit mit einer aspergerbegabten Päpstin… Wie nur Ruhe finden und einmal gründlich ausschlafen zwischen Babel (dem Expertenstimmengewirr der Pros und Contras) und Bubble (dem kulturpessimistischen Technikressentiment im Kerngemeindemilieu)?

Auch hier: ad personam, krawallig, misogyn, wissenschaftsskeptisch und beleidigend.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Primary prevention of cow's milk sensitization and food allergy by avoiding supplementation

Note to self – here is a list of the vitamin D / allergy related clinical trials following the first case report was

0. Moneret-Vautrin DA, Hatahet R, Kanny G, Ait-Djafer Z. Allergenic peanut oil in milk formulas. The Lancet 1991; 338: 1149. doi: 10.1016/0140-6736(91)92008-p.

1. De Montis G, Gendrel D, Chemillier-Truong M, Dupont C. Sensitisation to peanut and vitamin D oily preparations. The Lancet 1993; 341: 1411. doi: 10.1016/0140-6736(93)90976-N.

2. De Montis G, Gendrel D, Chemillier-Truong M, Dupont C. [Peanut sensitization and oily solution vitamin preparations]. Arch Pediatr 1995;2(1):25-8. doi: 10.1016/0929-693x(96)89804-6.

3. Norizoe C, Akiyama N, Segawa T, et al.. Increased food allergy and vitamin D: randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Pediatr Int 2014 Feb;56(1):6-12. doi: 10.1111/ped.12207

4. Rueter K, Jones AP, Siafarikas A, Lim EM, Bear N, Noakes PS, et al. Direct infant UV light exposure is associated with eczema and immune development. J Allergy Clin Immunol 2018; in press, doi: 10.1016/j.jaci.2018.08.037.

5. Rosendahl J, Pelkonen AS, Helve O, et al. High-Dose Vitamin D Supplementation Does Not Prevent Allergic Sensitization of Infants. J Pediatr. 2019 Jun;209:139-145.e1. doi: 10.1016/j.jpeds.2019.02.021

6. Urashima M, Mezawa H, Okuyama, M et al. Primary Prevention of Cow's Milk Sensitization and Food Allergy by Avoiding Supplementation With Cow's Milk Formula at Birth. A Randomized Clinical Trial. JAMA Pediatr 2019;173;(12):1137-1145 10.1001/jamapediatrics.2019.3544

This new study by Urashima et al. shows that sensitization to cow's milk and food allergy, including CMA and anaphylaxis, is preventable by avoiding CMF (cow milk formula) supplementation for at least the first few days of life. Although examined only indirectly in this study, vitamin D supplementation seems to be involved in the sensitization process. The Urashima study is accompanied by a valuable editorial of George du Toit and Kari Nadeau

There is currently a lack of consensus among national allergy societies .. Although the EAACI3 and American Academy of Allergy, Asthma and Immunology (AAAI) currently recommend the use of hypoallergenic formulas in infants at high risk of allergy, the Australian Society of Clinical Immunology and Allergy does not. The EAACI and the AAAI are likely to reconsider their guidelines because results of more re- cent studies have been contradictory. … Guidelines in the United States and United Kingdom recommend routine vitamin D supplementation in all breastfed infants, whereas guidelines in Australia recommend supplementation only in breastfed infants at high risk of vitamin D insufficiency.

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

Medizin ist keine Wissenschaft sondern eine Kunst

Fragil ist das wissenschaftliche Fundament in der Medizin ja schon immer auch wenn es die hauptsächliche Abgrenzung zur Quacksalberei ist.
Aber auch wenn man sich manche Fragen der Schulmedizin genauer anschaut, wie zum Beispiel letzte Woche die Empfehlung zu Säuglingsnahrungen oder heute ein Artikel zu Verschreibungen auf Säuglingsstationen, dann ist das weder Wissenschaft noch Kunst sondern bestenfalls industriegeleiteter Aktionismus.
Mesek et al. untersuchten dabei in 21 europäischen Ländern die Verschreibungspraxis auf 89 Stationen. Versorgungsforschung ist ja noch am nähesten an der Realität.

Vitamine sind die am häufigsten verschriebene Pharmaka, wobei unklar ist, warum in machen Regionen 74% und in andern nur 5% Vitamine verschreiben. Wenn es generall notwendig wäre, warum dann nicht 100%? Und wenn es nicht notwendig ist, warum dann nicht 0%?

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026

How to write the abstract of a review

There is some kind of standard for writing reviews from introduction (although nobody cares for it), a discussion (exhaustive list of details to make everybody happy) to the usual conclusion that further research is required. When writing now something for Bioessays, I found a completely different recommendation that I believe is a good approach.

An abstract must immediately communicate what is new, not give a general statement along the lines of "in this paper we review field X". Reviewers will generally be experts in the area, and will be interested in new insights. Bear in mind the following:
Concepts placed at the beginning and end of the abstract will be more memorable than concepts placed in the middle. So, place your most interesting and new insight as high up the abstract as possible, and end it with an interesting forward-looking or speculative observation.
Material in the middle of the abstract will be less memorable. So, do not place novel and important things in the middle of the abstract; instead, use it for contextualising background.

The principles stem from the application of the 'serial position effect', noted by researchers who studied how well people remember concepts placed at the beginning , middle and end of a text, see Deese and Kaufman (1957) and Murdock, B.B., Jr. (1962).

 

CC-BY-NC Science Surf , accessed 30.08.2026