Der Vorteil von Blogs

http://goncourt.net/Blog/article/6559/on-blogging

Das Bloggen gleicht inzwischen dem Schreiben auf einer alten Triumph Adler. Hemmungslose Lektorats- und Redaktionsfreiheit. Deadlinefreiheit. Leserfreiheit. Kein anderes Medium derart in der Lage, das Durcheinander, die Skizze, die Beobachtung und den Gedanken, die haltlose Assoziation und den hinfälligen Zusammenhang in ähnlicher Diskretion, ähnlicher Verantwortungslosigkeit, ähnlicher Willkür aneinanderzureihen. Das Fotografieren, genauso Augenblicksprotokoll wie Projektionsfläche für alles mögliche, das Notat, je kürzer desto interpretierbarer, der Name Goncourt, irgendwann im Fluge aufgeschnappt, dann mit Wörtern, Gesten, Blicken gefüllt, dann wieder entleert.

Der DAK Kinder und Jugendreport

Der neue DAK Gesundheitsreport zu Kindern und Jugendlichen ist etwas besonderes. Die meisten internationaler Surveys, ISAAC mal ausgenommen,  umfassten weniger als 10.000 Probanden oder konzentriert sich auf bestimmte Altersgruppen. Die KiGGS-Studie als bekannte, große nationale Studie arbeitete im Wesentlichen mit Fragebögen, welche die Eltern und die Teilnehmer selbst ab elf Jahre ausfüllen konnten. Kleinere nationale Auswertungen auf Basis von GKV-Abrechnungsdaten gab es bisher in der Regel nur mit thematischem Fokus auf bestimmte Erkrankungsindikationen und ohne Längsschnitt. Neu, jedenfalls für deutsche Verhältnisse, ist die Analyse auf Basis der Abrechnungs- und Versorgungsdaten von rund 600.000 DAK- versicherten Kindern und 430.000 Eltern, zuerst hier im Querschnitt, später auch im Längsschnitt.

Quelle: Wolfgang Greiner https://www.dak.de/dak/download/folienvortrag-greiner-2004288.pdf
Asthma und Allergien. Quelle: Wolfgang Greiner https://www.dak.de/dak/download/folienvortrag-greiner-2004288.pdf
Quelle: https://www.mdr.de/sachsen/kinder-und-jugend-report-gesundheit-sachsen-100.html

Interessant auch, dass hier mehr Kinder auf dem Land Heuschnupfen hatten – vielleicht sollte Arte mal die Agenda überarbeiten…

 

Do we need p-values?

Sander Greenland has some doubts: “Retire statistical significance”. I am here more with John Ioannides

Statistical significance sets a convenient obstacle to unfounded claims. In my view, removing the obstacle could promote bias. Irrefutable nonsense would rule.
More stringent thresholds of significance are needed for most fields, which currently assume statistical significance when P values are less than 0.05 […]
If rules are set before data collection and analysis, then statistical guidance that is based on appropriate thresholds is helpful.

With that, all has been said

Test before redirect

I need to test if a ssl server is likely to respond before doing any forward as I would otherwise “loose” a projection screen.
As the server uses only a self-signed certificate, basically all javascript tricks (iframe on the fly, jsonp, …) failed either due to Cross-Origin Resource Sharing (CORS) rules. Even after switching to php the first two methods failed (get header, fsockets) while I finally ended with a simple curl request

$ch = curl_init();
curl_setopt($ch, CURLOPT_URL, 'https://localhost:8443');
curl_setopt($ch, CURLOPT_SSL_VERIFYPEER, false);
curl_setopt($ch, CURLOPT_RETURNTRANSFER, true);
$response = curl_exec($ch);
curl_close($ch);
if (curl_error($ch)[0]=="") header('Location: https://localhost:8443');

Wir haben keine Fehlerkultur

so im LJ der Tipp 203 “Aus Fehlern wird man klug” von Claudia Kurreck, Ulrich Dirnagl, Ingo Przesdzing & Sebastian Major:

Irren ist menschlich, und wer arbeitet macht auch Fehler – dies gilt nicht zuletzt auch für Biowissenschaftler. Fehler zu begehen, muss nicht negativ sein wenn wir bereit sind aus ihnen zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Auseinandersetzung mit Fehlern hat schon in einigen Branchen, wie zum Beispiel in der Luftfahrt und Kerntechnik, zu beachtlichen Fortschritten geführt und diese deutlich sicherer gemacht. In einem komplexen Umfeld, wie der experimentellen Grundlagenforschung, treten täglich eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Fehlern auf. Diese können die Qualität unserer Arbeit negativ beeinflussen, Materialien sowie Arbeitszeit verschwenden und Personen gefährden. Erstaunlicherweise hat bisher niemand der Fehlervermeidung in der biomedizinischen Forschung Aufmerksamkeit geschenkt.

Dazu letzten Monat in bester Ioannides Tradition: Ben Goldacre, der es sogar in die ZEIT geschafft hat:

We identified five high-impact journals endorsing Consolidated Standards of Reporting Trials (CONSORT) (New England Journal of Medicine, The Lancet, Journal of the American Medical Association, British Medical Journal, and Annals of Internal Medicine) and assessed all trials over a six-week period to identify every correctly and incorrectly reported outcome, comparing published reports against published protocols or registry entries, using CONSORT as the gold standard. A correction letter describing all discrepancies was submitted to the journal for all misreported trials, and detailed coding sheets were shared publicly. The proportion of letters published and delay to publication were assessed over 12 months of follow-up. Correspondence received from journals and authors was documented and themes were extracted.

JAMA und NEJM bringen es nicht mal fertig, Korrekturen zu publizieren. Nicht viel anders ist es bei Nature Genetics.

Die Kosten der Ungleichheit

Mehr zu Rutger Bregmann in der ZEIT mit einem aktuellen Interview. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos warfen er den dort versammelten Milliardären vor, zu wenig Steuern zu bezahlen.

In Davos war ich eigentlich, um über mein neues Buch zu sprechen. Darin fordere ich unter anderem ein Grundeinkommen für alle. Davos ist eine Riesenchance, wenn man ein Buch verkaufen will, denn dort sind viele einflussreiche Leute. Aber ich fühlte mich während der ganzen Tage dort nicht wohl. Ich empfand die Konferenz als oberflächlich und hohl … Exklusiv für die Teilnehmer der Konferenz wurde der neue Film des Regisseurs David Attenborough gezeigt, ein bewegendes Werk über den Zustand des Planeten. Ich sah Leute, die bei der Vorführung weinten. Und ich dachte: Das ist so scheinheilig! Draußen standen 1500 Privatjets, mit denen diese Leute in die Schweizer Berge geflogen waren, und jetzt weinten sie hier drinnen bei einem Film über die Folgen des Klimawandels. Ich hatte das Ganze so satt.

The best videoconferencing system

There are many $$$ systems. But there are also super nice systems like Big Blue Button, Apache Open Meeting and Jitsi that are working equally well if you stick to Chrome or Firefox.
I recommend Spreed WebRTC audio/video call and conferencing server. Just run

docker pull spreed/webrtc
docker run --rm --name my-spreed-webrtc -p 8080:8080 -p 8443:8443 \
-v `pwd`:/srv/extra -i -t spreed/webrtc

and you are done. The only issue  – how to route your local IP to the docker container?

sudo route -n add -net 0.0.0.0/16  146.x.x.x
sudo route -n delete 0.0.0.0/16  146.x.x.x

Great literature: The Ioannides letter to Sackett

Evidence-based medicine has been hijacked: a report to David Sackett

But often I wonder: what monsters have we generated through selection of the fittest! We are cheering people to learn how to absorb money, how to get the best PR to inflate their work, how to become more bombastic and least self-critical. These are our science heroes of the 21st century.

Show speaker video at the wall

It took me quite some time to figure out how to transmit A.high quality, B.low latency and C.low cost video to the back wall in the speaker room even when there is no internet access. The hardware works like that:

Panasonic/Fuji -> ANNNWZD 1m HDMI cable -> CAM LINK 4K Elgato -> Macbook Pro

The CAM LINK 4K is automatically recognized as a webRTC resource without any further software. As server software I installed easyrtc, a low level webRTC library.

cd /easyrtc/server_example
node server_ssl.js

Using the Chrome browser we can now open https://localhost:8443/demos/demo_multistream.html where I adjusted the layout using pure buttons.

click to zoom

The second window (in front) is then send full screen to the projector. Lag is less than .2s which is acceptable.