To answer that question, I am just examining one of my own papers in which I am contradicting most earlier research.
Unfortunately, the scite results are disappointing, if not to say useless …

To answer that question, I am just examining one of my own papers in which I am contradicting most earlier research.
Unfortunately, the scite results are disappointing, if not to say useless …

In der Provinz Hubei leben rund 60 Millionen Menschen. Der totale Shut-Down hat das Schlimmste verhindert, nach einem Vierteljahr Quarantäne kann dort nun Schritt für Schritt zum Normalzustand zurückgekehrt werden. Statt Shut-Down strebt Deutschland an, die Kurve flach zu halten. Um die Zahl der Intensivpatienten unter der Zahl der Beatmungsgeräte zu halten, muss sich die flache Kurve über vier Jahre erstrecken. Das wird von Anfang an nicht gelingen. Die “Kurve flach halten” ist eine Todesfalle, die Zehntausende mit ihrem Leben bezahlen werden.
Deutschland macht so ziemlich alles falsch:
– In China wurden 3/4 der Coronapatienten von Familienangehörigen infiziert. Nachdem dies erkannt wurde, trennte man sofort Infizierte von ihren Familien und brachte sie in Großlazarette. Dort kamen sie nur voll genesen wieder raus, oder tot.
– Hierzulande werden Infizierte in “häusliche Quarantäne” geschickt. Konkret sieht das so aus: Papa liegt mit Corona auf der Couch, der Sohnemann hängt mit Kumpels in der City ab. Finde den Fehler. Zudem: manchen halten sich nicht an die “häusliche Quarantäne”.
– tausende Ärzte und Pfleger wurden in China infiziert, weil anfangs nicht klar war, womit man es zu tun hatte. Das ungeschützte medizinische Personal hat es voll erwischt, aber schon wenn einfache Masken getragen wurden, gab es beim medizinischen Personal weniger Infizierte. Erst recht vermindert eine einfache Gesichtsmaske oder ein Schal das Risiko, dass ein bereits Infizierter, der noch nichts von seinem Pech weiß, andere ansteckt. Noch immer verbreiten RKI, BMG und Medien die FAKE NEWS, Gesichtsmasken würden nicht schützen. Deutschland ist das einzige Land der Welt, in dem Gesichtsmasken als überflüssig verspottet werden.
– in China und den anderen asiatischen Ländern wurde massiv getestet. Hierzulande rutschen zehntausende Infizierte unter dem Radar hindurch, weil Testkapazitäten fehlen.
– noch bis gestern landeten in Frankfurt tägliche mehrere Flugzeugen aus Teheran. Den aus durchseuchten Regionen Geflüchteten wurde lediglich eine “Fluggast-Aussteigekarte” ausgehändigt, mehr nicht. Keine weiteren Kontrollen.
Die holländisch-britische Herdimmunität war von Anfang an ein schlechter Witz, die europäische #FlattenTheCurve Strategie muss bis zur Verfügbarkeit von Impfstoff oder Spontandegeneration des Virus durchgehalten werden. Mit einem radikalen Shutdown wäre der Alptraum allerdings in 4 Wochen vorbei.
https://twitter.com/EricTopol/status/1241094172074885120 21/3/20


Es passierte nur einmal vor 100 Jahren, dass die Kirchen vorübergehend wegen einer Pandemie schliessen mussten.
Dabei geht es eigentlich nicht um Kirchenschliessungen – Gotteshäuser kann man offen lassen – es geht um Veranstaltungen und Gottesdienste, bei der Menschen die Infektion weitergeben können.
Schulen und Kitas in Bayern sind diese Woche geschlossen worden. Auch der Kirchenvorstand meiner evangelischen Gemeinde setzte letzte Woche alle Veranstaltungen aus, ebenso die katholische Kirche im Ort, nachdem das Erzbistum München Freising in der letzten Woche alle Gottesdienste zentral abgesagt hat.
Nur die evangelischen Dekanate bis hinauf zum Landesbischof und EKD Vorsitzendenden tun sich schwer mit dieser einfachen Entscheidung. Der Regionalbischof schreibt mir zwar, sie würden die Sorgen der Menschen ernst nehmen, aber die Empfehlung, die dann anschliessend an die Gemeinden verschickt wird, widerspricht nicht nur jeder Empfehlung sondern auch dem gesunden Menschenverstand: “Wir empfehlen, wie bisher Gottesdienste anzubieten und dabei auf größeren Sitzabstand zu achten; gegebenenfalls auch eine Beschränkung der Teilnehmendenzahl”.
Der Landesbischof verteilt dazu Durchhalteparolen auf Twitter, ekd.de und eine Kanzelabkündigung “Gott hat uns nicht gegeben ein Geist der Furcht”.
Mein Einwand, auch in Korea wurde die Infektion primär über eine Kirche verbreitet wird von @EKD auf Twitter geblockt… Dabei habe ich nicht einmal gesagt, daß Bedford-Strom auf dem Tempelberg besser etwas weniger, dafür jetzt aber etwas mehr Furcht gezeigt hätte.
In dem Zusammenhang auch noch Niebuhr zitieren als Beleg für Gelassenheit, Mut und Weisheit, ist auch etwas geschichtsvergessen. Reinhold Niebuhr war 1918 Pfarrer in Detroit / Michigan als die spanische Grippe wütete. Er schreibt in Faith and history, Scribners 1949 auf S.199 ff
This negative attitude toward the structures and institutions of social and political life is integral to a wide tendency in Christian thought … An individualistic and pietistic version of the Christian faith obscures the moral and social meaning of human existence and evades man’s responsibility for achieving a tolerable accord with his neighbors … If Lutheranism gives a classical expression of the error in Christian thought, derived from the fact that the individual transcends every social structure and community and is therefore tempted to regard its moral ambiguities as proof of the unredeemable character of man’s social existence, both Catholicism and Calvinism are safe against this error. They have a lively sense of the individual’s responsibility for the whole of his common life.
Die negative Haltung gegenüber sozialen, politischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen scheint also doch eine längere protestantischen Tradition zu haben gegen die der Katholizismus nicht ganz so anfällig ist.
Corona Leugner Wodarg: “Bleiben Sie besonnen”
Bayern evangelisch: “Landesbischof ruft zu Besonnenheit auf”
Mit Inkubationszeit wird üblicherweise der Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem Krankheitserreger bis zum Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen bezeichnet.
Nur Kontakt löst keine Inkubation aus. Erst wenn sich der Erreger vermehrt, startet die Inkubationszeit (incubare, lat. brüten). Die Inkubationszeit hängt primär von vier Faktoren ab – erstens Konstitution bzw primäre Immunabwehr des Infizierten, zweitens Eintrittstelle, drittens Zahl der initialen Viruspartikel und viertens die Pathogenität, Virulenz oder Infektiosität des Virus. Wikipedia hat unterschiedliche Beispiele
Das Poliovirus vermehrt sich in den lymphatischen Geweben des Verdauungstrakts. Nach einer bis zwei Wochen kann es dann zu unspezifischen Symptomen wie Fieber und Gliederschmerzen kommen… etwa eine halbe Woche später kann dann das volle Krankheitsbild der Kinderlähmung folgen.
Bei der Tollwut hängt die Dauer der Inkubationszeit von der Lokalisation des Bisses ab, mit dem das Virus übertragen wurde. Je länger sein Weg entlang der peripheren Nerven ins Gehirn, desto länger die Inkubationszeit.
Die Inkubationszeit bei 2019-nCOV beträgt 3 bis 14 Tage, deshalb werden Verdachtsfälle auch zwei Wochen isoliert. Die 14 Tage sind allerdings nicht sicher.
Die Inkubationszeit beim neuen Coronavirus könnte Analysen zufolge in seltenen Fällen sogar bis zu 24 Tage betragen und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl drei Tage und damit weniger als die bisher angenommenen gut fünf Tage, ergab eine Auswertung des Experten Zhong Nanshan nach Angaben der China Daily. Der Leiter des nationalen Expertengremiums zur Eindämmung der Lungenkrankheit hatte mit seinem Team 1099 Fälle aus 552 Krankenhäusern in China untersucht. … Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunächst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnisse seien, kommentiert der Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité die Analyse in China. „Eine häufige Fehlerquelle bei scheinbar sehr langen Inkubationszeiten ist eine unbemerkte zwischenzeitliche Exposition.“ Nur unter sehr kontrollierten Bedingungen lasse sich ausschließen, dass Betroffene dem Erreger mehrfach hintereinander ausgesetzt waren.
Die sehr unterschiedliche Zeitangaben zur Inkubationszeit hängt von der Variation dieser vier Faktoren ab. Wenn wir davon ausgehen, dass die aktuelle Virusvariante dieselbe Virulenz hat wie in Wuhan, dann bestimmen wohl die ACE2 Oberflächenstrukturen auf unseren Zellen Infektiosität und initiale Vermehrung.

Wer allerdings nur nach Krankheitsbeginn Quarantäne verordnet, kommt zu spät, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhinden.
Bei Reisenden aus Coronavirus-Endemie-Gebieten reicht ein symptom- und kontaktbasiertes Screening alleine offenbar nicht aus, um eine Infektion auszuschließen. Das zeigen die Erfahrungen der Passagiere, die am 1. Februar aus Wuhan nach Deutschland evakuiert wurden. Zwei der Patienten hätten ohne Rachenabstrich und ohne Quarantäne in Deutschland möglicherweise weitere Personen angesteckt.
Leider sieht das Robert Koch Institut bisher keine flächendeckende, wiederholte Tests ausserhalb von Arztpraxen vor, während Baden Württenberg aber bereits Drive In Tests eingeführt hat. Das RKI (Stand 9.3.2020) bleibt dazu vage
Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ höher. … Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. … Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie sollten durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden.
Infektionen möglichst früh erkennen, ohne dass ein flächendeckender PCR Nachweis angeboten wird? Es ist zu befürchten, dass eine Pandemie so nicht eingedämmt werden kann. In Korea scheinen Tests ein wichtiger Faktor zur Steuerung gewesen zu sein.

Das Ziel aller Massnahmen ist es, die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich zu halten und Zeit zu gewinnen, um Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen aufzubauen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen.
Das RKI erklärt 3 Klassen von Kontaktpersonen, aber auch hier ist immer nur von Erkrankten, aber nicht infizierten Personen in der Inkubationsphase die Rede. Bleibt die Frage, wie ansteckend Personen in der Inkubationszeit sind. Leider gibt es darauf bisher keine Antwort, sondern nur Abschätzungen.
Die Basisreproduktionszahl R0* liegt bei 2.25, dh 1 Infizierter steckt 2.25 Personen an (eine noch nicht überprüfte Arbeit sagt allerdings 4.7). Zur Eindämmung muss R0 aber unter 1 gesenkt werden. Simulationen zeigen, dass in den meisten Szenarien “contact tracing and case isolation” innerhalb 3 Monaten COVID-19 stoppen kann; offensichtlich gelingt das gerade in China.
In Deutschland war “contact tracing” bei den Webasto Fällen noch möglich, mit zunehmenden Erkrankungsfällen unterbleibt die Rückverfolgung aber immer mehr aus logistischen Gründen und macht zudem die Risikoabschätzung über Herkunft aus Endemiegebiet immer weniger sinnvoll, wenn die Erkrankung schon vor Ort endemisch auftritt.
Retraction Watch says on Jan 30, 2020 that
Until yesterday the New England Journal of Medicine had retracted only 24 papers. Now that tally is 25.
While the retracted paper has been cited 190 times, here are inaccuracies in another NEJM paper that has been cited 1961 times.
Full details are at PubPeer.


Is it justified to speak of a “protective” effect just by a negative association?
In addition to the problems with the math, I don’t get the point – farming should be leading to a generally reduced capacity for numerous pleiotropic cytokines?
There are even reports that LPS induces TH2 dependent senstization which is exactly the opposite of what this paper wants us to believe by some cryptic smoother applied to a heterogenous population.
In full support of “21st century science overload” while I wrote my thesis even before the digital revolution
I did my PhD on the cusp of the digital revolution. While I could find many new papers online, most of the older work was still in hardcopy format. I spent a lot of time at the library, photocopying, but I also used that time to browse. I’d look at other papers in the journals I was photocopying, and browse books on the shelves near where I found these journals. I’d often fortuitously stumble across something relevant that I wouldn’t have found otherwise. Browsing allowed me to think laterally, to compare my research and results with work that perhaps overlapped on only one particular aspect. These comparisons sometimes shed light on my project, which might not have happened had I not found a particular article or book.
On Feb 7, 2020 I had the chance to hear a talk of Luke Jostins-Dean about Irritable Bowel Syndrome (IBS) and Inflammatory Bowel Disease (IBD). While IBS had a substantial overlap of polygeneic risk scores with psychological features, IBD did not. Sounds logical but does this prove anything?
Two new medRxiv preprints [Wendt and Marees ] throroughly examine also possible genetic correlates. Although I am quite sceptical that SES correlates should be tested at all (and also think that GWAS are not hypothesis free) here is the Marees explanation of the three possibilities we do have: PRS, MTAG, mtCOJO.
First, polygenic risk scoring (PRS) is a tempting approach; but PRS using mental health/disease to predict the same or different phenotypes from an independent dataset often explain very little variance in the outcome phenotype. PRS also cannot detect specific biology underlying each phenotype.
Second is multi-trait analysis of GWAS (MTAG), which jointly analyses GWAS summary statistics and adjusts per-SNP effect estimates and association p-values using the strength of the genetic correlation between phenotypes. Genetic correlations between EDU/SES and related phenotypes have, however, demonstrable biases from environmental confounders….
To disentangle the complex genetic overlaps between EDU/SES and mental health, we therefore used multi-trait conditioning and joint analysis (mtCOJO), which generates conditioned GWAS summary statistics for each phenotype of interest after correcting for the per-SNP effects of another phenotype). The mtCOJO approach is not based on genetic correlation; it is based on the causal relationship between trait pairs inferred by Mendelian randomization (MR).
mtCOJO seems the way to go although the usual restrictions apply.
I confess, I worked with them 25 years ago but the headquarter looked completely different at that time.
Forbes/B Y Lee summarized the 3 things: grants, papers, kissing
In many academic settings, particularly in medical schools, your research career will live or die based on three things: how much grant funding you bring in to the institution, how much you publish in scientific journals, and who happens to like and not like you, not necessarily in that order. You don’t necessarily have to do all three to advance. For example, those who can’t really do the first two may focus on doing the third, which is otherwise called kissing up or playing politics. Note that none of these three are necessarily indications of how much you really innovate and contribute to science or society.
When?

Who?
In our limited sample, professors reported a witnessed case of alleged misconduct more often (67% reported vs 29% not reported) than other members of academia … we found that researchers in permanent positions report incidences of suspected misconduct twice as often as those in temporary positions… here was little difference between men and women regarding the reporting of alleged research misconduct.
Why?

(morally unacceptable, see Kant [1, 2 “falsiloquium dolosum”), 3]
It is my impression that most of the scientific misconduct cases are not the result of intentional fraud (with some exceptions) but self deception, poor education, indifferent handling of facts and wrong rewards.
Dorothy Bishop thinks that the role of cognitive biases in sustaining bad science is underestimated.
I shall argue, however, that to improve scientific practices we need to go deeper, to understand and counteract the mechanisms that maintain bad practices – not just at the institutional level, but in individual people…
Much has been written about how we might tackle the so-called “replication crisis”. There have been two lines of attack. First, there are those who emphasise the need for better training in experimental design and statistics. Second, it is recognised that we need a radical overhaul of the incentive structure of science.

Interesting slide #26 on p-hacking and the sequence of positive/negative studies when the sequence of ‘significant’ results is YNNNYNNNYN – my empirical example would be the pseudo association of mycobacterial infection and allergy. Interesting also her slide #31 on the canonization of false facts which looks like the reverse! association of vitamin D and allergy.