Der chinesische Menschenversuch

Freitag, 12.4.2019

Der Nobelpreisträger David Baltimore spricht sich gegen ein Moratorium aus. Der Trend geht eindeutig zur “elastischen Ethik” so auch ein Science Kommentar.

It’s largely a semantic issue. Statements made after the first summit and the second summit have avoided using the term moratorium. Consciously. Because that word has been associated with very firm rules about what you can do and what you can’t do.
I fully agree — and the whole group of us involved in the summits agree — that we’re not ready to be doing germline modification of humans, if we ever are. You might say, “Well, that’s a moratorium,” and, in a sense, it is. I don’t have a big argument about that.
But the important point is to be flexible going forward. That’s what’s wrong with a moratorium. It’s that the idea gets fixed in people’s minds that we’re making firm statements about what we don’t want to do and for how long we don’t want to do it.

Gleichzeitig gibt es immer mehr Mensch/Tier Hybride.  Bereits am 27.3.19 erschien in der in Beijing erscheinenden “National Science Review” ein Artikel (Kommentar in der NZZ)

Forscher erzeugen dabei Tausende Tiere, denen sie verschiedene menschliche Gene einsetzen, um deren Rolle in der menschlichen Entwicklung oder bei der Entstehung von psychischen oder neurologischen Erkrankungen zu untersuchen. Nun haben Forscher das Gen MCPH1 ins Erbgut von elf Rhesusaffen eingesetzt.

Regalado beschreibt das Vorgehen ausführlicher in Technology Review, das nichts anderes ist als sinnlose Tierquälerei ist. Es geht also gerade so weiter wie im Januar 2019 mit dem BMAL1 Makaken (siehe Kommentar des SWR), die auch in dem berüchtigten “National Science Review” erschien

Bei den jetzt geborenen Makaken handelt es sich um “Knock-Out”-Affen. Ihnen wurde mit der Genschere Crispr/Cas ein Gen entfernt. Ohne dieses Gen “BMAL1” sind Affen besonders anfällig für eine Reihe von Krankheiten. Ihre innere Uhr funktioniert nicht mehr richtig, sie bekommen leichter Schlaf- und Hormonstörungen, Depressionen und sogar Schizophrenie.