Der chinesische Menschenversuch

Montag, 16.9.2019

Ein Bericht  der Tagung in Berlin.

„Es mehren sich international die Stellungnahmen von Fachverbänden, Wissenschaftsorganisationen und Ethikgremien, die über eine Lockerung des Verbotes der Keimbahntherapie diskutieren oder sie explizit fordern“, sagte Bijan Fateh-Moghadam aus Basel, Experte für Life-Science-Recht, dazu auf der Tagung. „Dass wir nicht am Status des Embryonenschutzgesetzes von 1990 festhalten sollten, ist unter Rechtswissenschaftlern weitestgehend Konsens.“Regine Kollek aus Hamburg, die sich mit Technikfolgenabschätzung beschäftigt, widersprach. „Eine PID und ein Verwerfen von Embryonen müsste auch hier gemacht werden.“ Sie erinnerte daran, dass die Genomeditierung gegenüber der PID nur in dem seltenen Fall vorteilhaft sei, wenn beide Eltern Träger der Genmutation seien und keine „normale“ Genkopie vererben könnten.